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Freitag, 7. November 2014

Gehört: Timbo Flow

Vorurteile kommen ja häufig nicht von ungefähr. Sie ergeben sich aus Erfahrungswerten mit einem prägnanten Teil der Gruppe um die es geht. Trotzdem macht man es sich zu einfach, mithilfe von Klischees zu pauschalisieren. Es ist mir immer eine große Freude, Schubladen aufzuräumen und neu zu sortieren.
Stichwort Hip Hop. Ich höre seitdem ich 12 bin fast ausschließlich
guten deutschen Hip Hop. Wenn es allerdings darum geht, die Szene zu representen (wie es im coolen Hiphopperjargon heißt), habe ich kläglich versagt. Weder komme ich in den Raum und wedle mit meiner Hand „Yo Homie, sgeht?“, noch kratze ich mich anschließend in meinen in den Knien hängenden Schritt. Keine Street credibility, keine Gang, keine brennende Tonne im Ghetto. Eine große Enttäuschung für Freunde der Klischees.




Es geht um einen Künstler, der zwar Baggypants und weite Shirts trägt, aber weder Tourette, noch Welthass noch eine Vorliebe für Mütter hat. Er macht seit über 10 Jahren Musik, der größten Teil davon hat es nie auf ein Papier geschafft, sondern war nur für den Moment bestimmt. Diverse bierlastige Abende, Musik vom Kopf durch den Mund ins Ohr, ins Nirvana. Freestylekultur. Aber es ist tatsächlich passiert, dass Dinge aufgeschrieben wurden. Und Beats ausgesucht wurden. Und aufgenommen. Und gefeilt.
Dieser Künstler liegt mir aus zwei Gründen besonders am Herzen: Erstens bin ich einfach überzeugt. Die Welt kann
nicht genug gute Musik haben. Und wenn die Musik auch noch Inhalt hat, dann ist das Ding eigentlich schon entschieden.
Zweitens kenne ich ihn gut und war fast die ganze Zeit bei dem
Prozess der Arbeit am Mixtape dabei, habe Nächte mit Kritik und Lob verbracht und meinen kleinen Teil dazu beigetragen. Es macht mich sehr froh, dass endlich  das Ergebnis verfügbar ist. Noch froher macht es mich, dass man einfach darauf zugreifen kann. Ich bin ja ein großer Fan von kostenlosen Zugriff. Geben und Nehmen. Nehmen und Freuen. Freude bedingt Geben. So macht das Spaß!

Hier geht's zum
Free-Download des Mixtapes
Hier geht's zur Facebookseite
Hier noch eine Hörprobe meines Lieblingsliedes und das erste Video.

Montag, 2. Dezember 2013

Gehört: Half Moon run

Die meisten Musikentdeckungen passieren aus purem Zufall. Auch meine neuste Liebe. Das große P hatte mich eingeladen, auf ein Konzert der kanadischen Band, die mir bereits als Vorband für Mumford & Sons oder als Act auf dem Dockville bekannt hätte werden können. Ist sie aber nicht. So kam ich völlig unvorbereitet in einen Genuss besonderer Größenklasse. Die vier allesamt auffällig hübschen  Jungs entführten uns in die Sphären der bemerkenswerten musikalischen Höchstleistung mit Spiel, Spaß und Spannung.
Quelle
Und während ich im Publikum meine Augen nicht von der Bühne bekommen habe, unfähig noch Anderes wahrzunehmen wurde ich in meiner eingeschränkten Fähigkeit zu multitasken eines Besseren belehrt, was diese Gabe im Bezug auf n Part der Geseden männlichellschaft angeht. Denn keiner der Jungs hat neben dem permanenten Hüpfen und dem Fangen der auf die Bühne fliegenden Unterwäsche, die sich durch dessen Charisma quasi von selbst auszieht, weniger als drei weitere Aufgaben.


Livevideos, zwecks Möglichkeit zur Überzeugung des Livegenusses.

Es gibt einfach zu viel gute, zu unbekannte Musik!

Dienstag, 12. November 2013

Bezaubernde Susie Asado

Der Zufall wollte es, und manchmal ist einem der Zufall zugetan, dass ich mich zeitgleich mit Susie Asado in Leipzig aufhielt. Zu dem Zeitpunkt wusste ich das noch nicht und wusste auch nicht, dass diese überaus erfrischende Sängerin überhaupt existent ist. Aber der Zufall plus das massive Wissen des Internetsnetzes sind ein gutes Team und ebneten den Weg, der meinen Horizont erweiterte.


Die Sängerin hinter Susie Asado heißt eigentlich Josepha Conrad und hat eine Chicagoer und Frankfurter Vergangenheit und lebt nun in Berlin. Ihre Musik ist auf Englisch und Deutsch, mit und ohne Begleitung, Live wie aufgenommen eine Bereicherung. Verrückt, wild, putzig. Vor Allem die Videos sind so liebevoll gestaltet, dass man sie sich von vorne bis hinten anschauen muss. Und nochmal.


"We are a family and even though there are no acrobats and no animals with special skills we are a circus. We like skyscrapers, little dogs, boats, spoons, clouds, plastic figures, knick-knacks, umbrellas, starfish and helicopters. We especially like helicopters. Hello!" (Quelle: Website)

Freitag, 2. August 2013

Gehört: Allie

Auf einem kleinen Konzert, mit 6 Stück Künstlern und 20 Stück Publikum gab es diesen einen Schlüsselmoment. Diesen einen, wo man mit geschlossenen Augen dasitzt und versucht alles Akustische in sich aufzusaugen und das Gefühl, was es auslöst, in inneren Marmeladengläsern zu konservieren, um sie bei Bedarf aufzuschrauben und seinen Finger hineinzutauchen.

Ausgehliehen von Hier
 Allie selbst sitzt in einer Riesenwolke Rauch mit seiner Akustischen Gitarre und einem Haufen von Kabeln auf der Bühne, in sich gekehrt, fast ein bisschen autistisch. Er drückt auf diesen und jenen Knopf, seine Finger gleiten so schnell über die Gitarrensaiten und er produziert überirdische, schöne Klänge, die irgendwie nicht mit seinem überirdischen, schönen Flüstergesang zusammenpassen. Aber irgendwie doch.
Seitdem bin ich süchtig. Nach der inneren Ruhe, die seine Musik in mir auslöst.
Ich mag gar nicht viel mehr sagen. Sollte man auch nicht. Es ist kein Künstler und keine Musik, die sich zerreden lässt.

 Hier gehts zu seiner Soundcloud und hier und hier gehts zu jeweils einem Free Download.

Dienstag, 5. Juni 2012

Gehört: Rotzfreche Asphaltkultur

KLP, RAK, TOLL!
Übersetzt und in ganzen Sätzen: Ich war letztes Wochenende bei dem verrückten Dings im Wendland, auf der Kulturellen Landpartie (kurz KLP). Viel Kunst(handwerk), viel Musik, viele nette, interessante, verrückte Menschen aus dem Wendland. Ist jedem zu empfehlen, der ein bisschen grün, öko, anti Atomkraft und an schönen Dingen interessiert ist. Es war herrlich. Die Sonne war da. Wir haben die Schwalbe geritten. Und es war herrlich.
Dann war da noch eine Gruppe von solchen, die einem sofort sympathisch sind. Weil sie barfuß laufen. Weil sie Dreads haben. Weil sie wild und frei und nett aussehen.Und weil sie Musikinstrumente haben und diese auf der Wiese auspacken. Hab ich schon gesagt, dass es herrlich war?
Diese lustigen Menschen sind ein Teil der rotzfrechen Asphaltkultur (RAK). Diese besteht aus Künstlern und freien Menschen. Wer Lust hat mitzumachen, ist dabei, Regeln sind eh doof. Wer sich gerade mal irgendwo trifft, der spielt zusammen, nachdem abgeklärt wird, wer welche Lieder kann.
Die Straße ist die Bühne und diese wird dazu genutzt, einerseits zusammen zu musizieren und damit anderen Menschen und sich selbst eine schöne Zeit zu bescheren, andererseits Botschaften zu überbringen, Dinge klarzustellen, Ideen und Utopien zu übermitteln, zum Nachdenken anzuregen.

Akoustik-Rap
Das Besondere an der Band Gruppierung ist, dass sie schon seit 1978 besteht (sie wurde im Zusammenhang mit der Anti-Atomkraft-Bewegung gegründet, wie sich recherchieren ließ (klick)) und die Mitglieder so zahlreich sind, dass sie nicht klar zu benennen und wahrscheinlich noch schwieriger alle gleichzeitig an einen Ort zu bekommen, sind. Ihrem Versuch sich selbst zu erklären (klick) lässt sich entnehmen dass sie 

"Homo- und Transphobie Scheiße finden, genauso wie Sexismen, Lookism, Normativität im Ganzen, Hierarchien und Herrschaft, den Staat und das Schweinesystem. Sie würden gerne den Kapitalismus loswerden und versuchen, ihn nicht mit platten Floskeln wegzureden."
"Gut"
finden sie: "Konsumkritik und reflektierten Konsum. Generell ist die Reflektion des eigenen Denken und Handeln ein großer Bestandteil des geistigen Vorankommens auf vielen Ebenen."




Wir haben 7 von ihnen gesehen. Freigeiste. Querdenker. Nachdenker. Schöne Musik. Ernste Musik. Wahre Musik.
Leider findet man nicht viel von deren Musik im Internet. Weil sie spontan ist. Musik für den Moment. Weil sie so viele sind. Es ist aber eine wahnsinnig tolle und schöne Energie und Stimmung.

Quelle
Aber falls man sie trifft, zufällig, kann ich nur empfehlen sich hinzusetzen und ein bisschen zuzugucken. Oder zu tanzen.





Für mehr Infos gehts hier oder hier lang

Donnerstag, 3. Mai 2012

Gehört: Liedfett

Aus Hambuuach kommt man, und so sssnackt man auch. Derbe Liedfett Digga!
Die drei Jungs haben sich anscheinend vorgenommen mit ihrem Akoustikgitarrensound die Welt zu erobern, wenn man sich mal den kometenhaften Aufstieg von unter-dem-Untergrund bis über-Undergroundmäßig-angesagt anguckt.
2007 gründeten sie sich und haben schon eine beachtliche Auftrittschronik zu verzeichnen. Während ich mich runterscrollenderweise auf ihrer Website darüberwegbewegte konnte ich mindestens siebenmal "Festival" lesen und sie auch oft in einer Zeile mit bekannteren Musikgeschichten wie "Ohrbooten" oder "Die Rakede" finden.

Phillipp, Daniel und Lucas Quelle

Aber ich finds ehrlich gesagt nicht weiter verwunderlich. Das ist astreine Duschmusik. Und das ist überhaupt nicht negativ gemeint. Bei mir muss Musik gewisse Eigenschaften mitbringen um den Status Duschmusik zu erlangen.
Erstmal... muss sie auf jeden fall gude Laune machen, sodass ich das verstörende Nass auf  meiner Haut verkraften kann. Dann muss sie textlich ein wenig abgedreht sein, sodass nicht der Anspruch besteht, den ganzen Text mitzubekommen und in seinem Herzen zu bewegen, damit ich auch meinen Kopf inklusive Ohren (und Wasserrauschgeräusch) duschen kann.(Aaaaber, die Musik IST trotzdem gesellschaftskritisch und tiefsinnig und hastenichtgesehn, das will ich hier nur mal anmerken)
Und dann muss sie tanzbar sein. (wofür ich das jetzt unter der Dusche brauche, weiß keiner und ich auch nicht).
Außerdem ist das Hamburgerische Musik und ich bin ja Lokalpatriotin.
Und der letzte und wichtigste Punkt natürlich: Man eyy, die sind voll cute ey. Ich hab mich mal spontan in den einen mit der Lippe verliebt. Weil man das so macht als frisch selbsternanntes Groupiegirly.

 Hörste rein, Blinde Kuh!


Donnerstag, 23. Februar 2012

Gehört: Käptn Peng

Käptn Peng Quelle
Auf einen Tipp hin, besah ich mir ein Video von Käptn Peng. Nicht nur ein genialer Poet und Philosoph ist er, auch eine unglaublich interessante Art sich zu bewegen hat der Mann. Naja und wie ich da saß so und mich unterhalten fühlte, drängte sich mir immer wieder ein Gedanke in den Kopf: Den kennst du doch.
Und ja man kennt ihn wirklich. Wenn man sich im Geiste die langen Zottelhaare wegdenkt, lichtet sich der Nebel ganz schnell. Robert Gwisdek ist eigentlich Schauspieler und ich kenne ihn aus dem 2010 erschienenen Film "Renn wenn du kannst", den ich durch Zufall im Kino, in einer Sneak Preview sah. (Ein großartiger,
Renn wenn du kannst. Quelle
sehr zu empfehlender Film. Wirklich wirklich!)
Aber es geht mir gerade nicht um den Bereich Film, im Bezug auf Robert Gwisdek auch wenn ich mich darüber mindestens genauso auslassen könnte, sondern um den Bereich Musik im Bezug auf sein Alter Ego Käptn Peng. Immer zu sehen mit drei lustigen Gestalten, welche in jedem Video eine andere Erscheinung zeigen. Allerdings sind die lustigen Gestalten nur eine Gestalt, nämlich Shaban. Die neuste Technik machts möglich.
Die Musik ist großartig. Verrückt, durchdacht, verrückt, philosophisch, poetisch, hab ich verrückt schon erwähnt?

Kleine Kostprobe gefällig? Mein Favorit:


Für weitere Lieder gehts hier zu seiner Myspace-Seite.

Samstag, 28. Januar 2012

Game Ove

Quelle
Ove Thomsen kommt ursprünglich aus Nordfriesland und das hört man auch. Er schnackt und singt platt (nicht immer, aber er hat die Fähigkeit dazu) aber auch hochdeutsch mit Norddeutschem Einschlag. Oft spielt er auf Poetry Slams, aber ich hab ihn auch schonmal auf der Straße spielend gesehen wie schonmal berichtet. Der  Solokünstler ist auch manchmal in großer Gruppe anzutreffen. Die Lieder des 22-Jährigen sind lustig, tiefsinnig, blödelig, verrückt, realitätsnah. Meist begleitet er sich selbst mit seiner Gitarre oder eben von seiner Band mit immer wechselnder Besetzung.
Aber ob allein oder mit mion Leuten, wer die Möglichkeit hat, Game Ove mal live zu erleben, sollte sich das unbedingt mal antun.
Wer nicht, der kann sich hier, auf seiner Internetseite www.gameove.de ein paar Lieder anhören oder sich folgendes Video angucken:

Dienstag, 17. Januar 2012

Metrosession

Musik, die man so noch nicht kennt.
Musik die man so auch nie wieder hören wird.
Musik für den Moment.

Jamsessions sind ein wahnsinnig interessantes Experiment, welches zwar auch schnell schiefgehen kann, jedoch ist das nicht passiert als ich in der New Essbar, früher Metropolis, in der Barnerstraße war, wo solch eine Session jeden Freitag stattfindet.
Das Wort kommt aus dem Englischen Jam von "improvisieren" und Session von "Sitzung". Im Klartext: Musiker kommen zusammen und spielen improvisierte Musik.
Ich war vorletzten Freitag dort, zum ersten Mal und hab das erst nicht gerafft, dass die Musik, die die vielen Menschen auf der Bühne da gerade produzieren,  nicht vorher geprobt wurde, dass das gar keine Band ist, sich die Musiker untereinander vielleicht gar nicht kennen. Erst als zwischendurch immer Leute von der Bühne gegangen sind oder sich andere dazugestellt, sich das Mikro geschnappt oder plötzlich angefangen haben Saxophon zu spielen dämmerte mir einiges. Und wirklich, es hört sich an wie... Musik. Jazz oder Funk oder Soul oder irgendwas anderes melodisches, was man nicht einordnen kann kann, manchmal gepaart mit Hip Hop oder Blues oder etwas anderem, was man nicht einordnen kann.
Wundersam finde ich, dass der Zuschauer die Verständigung zwischen den Musikern kaum mitbekommt und so ändert sich das Metrum plötzlich, als wärs abgesprochen gewesen.

Unterbrochen werden, kann meine Faszination nur durch narzisstische Menschen, die entweder ihr Zelt auf der Bühne aufschlagen und den ganzen Abend nicht bereit sind, mal den Platz für einen anderen Musiker freizumachen oder Leute, die denken sie seinen supergroßartig und müssten sich die ganze Zeit hervortun, sind sie aber gar nicht. Aber Ichbezogene Nasen hat man wohl überall denke ich.
Es ist halt nunmal das Prinzip, dass Jeder der Lust hat mal dran ist. Jeder spielt mal ein Solo, jeder spielt überhaupt mal. Wer sich als Solokünstler definiert, auf dem alle Augen die ganze Zeit zu lasten haben, der ist da definitiv falsch. (ein dringender Apell an zwei, drei Menschen).

Mitmachen kann eigentlich jeder, der sein Instrument beherrscht, fähig ist, auf andere zu hören und Lust auf ein bisschen Improvisation hat. Nähere infos zum mitmachen hier, hier oder hier

Dieses Video geht 10 Minuten. Ich würds ab ca Minute 5 anschauen. Oder ab Minute 8.


Samstag, 8. Oktober 2011

Aerodice

Von 9:00-18:00 im Vorlesungsraum sitzen und überaus spannenden Geschichten lauschen, kann anstrengend sein, Hörsaalstühle sind nicht unbedingt bequem.
Eine willkommene Ablenkung sind da natürlich zwei frische Gesichter, die in den Hörsaal hopsen und organische Beats zum besten geben.
Aerodice nennen sie sich und dazu gehören Marius Beyer a.k.a. MeaRoa (Didgeridoos und Maultrommel) und Marten Würfel (HumanBeatbox und Mundharmonika). Jeder für sich ist schon interessant anzuhören aber erst zusammen klingt es richtig einzigartig.
Leider wurden sie nicht besonders sanft und zu meinem und dem Ärger meiner Komilitonen abgewürgt, denn wir hätten keine Zeit, wir müssten Fortfahren uns zum fünften mal die Anmeldung in das Universitätsnetz anzuschauen, damit es auch die größten Bratzen verstehen.
Nunja soweit so gut. Es ist möglich Aerodice im Internet zu finden, leider erfährt man nicht so viel über Marius und Marten als Personen. Auf ihrer  Myspace-Seite findet man nur folgenden Text, der als Beschreibung von Aerodice, als Projekt an sich, dient (man kann ihn leider nicht lesen, so alternativ und unkommerziell ist er, deswegen hier nochmal auf deutsch und unkonfus):

Aerodice bestehend aus Marius Beyer (Didgeridoos) und Marten Würfel (HumanBeatBox).
AERODICE macht Organic Beats. Live. Hier ist alles echt. Biologisch angebaut und 100%ig frei von Gentechnik.
Der Sound ist nachhaltig klubklimaaktiv und garantiert kein Digitalkäse. Die Jungs schaffen aus perkussiv gespielten Didgeridoos und einer derbe vielseitigen HumanBeatBox eine musikalische Kulturfusion, die kein Tanzbein ruhig stehen und keinen Hintern auf..m Hocker läßt.

In diesem Sinne:

"WE CAN T GET NO ELECTRISFACTION,
WE JUST NEED MORE ORGANIC ACTION!"

Auch bei Facebook sind sie aktiv dazu geht es hier lang.

Und da ich leider nicht so viele Einzelheiten erzählen kann, hier nochmal für den, der sich selber überzeugen möchte.

Soo long....

Sonntag, 24. Juli 2011

Jana Nitsch

Sie reist herum, sie verzaubert die Menschen mit ihrer Musik.
Wie bei allen Musikern, die ihre Musik auf Straßen verbreiten ist es Glückssache ihr zu begegnen, der Moment ist flüchtig, doch wenn man die Klänge eines Akkordeons in den Straßen hören sollte, rate ich jedem dem Klang zu folgen, sie könnte es sein. Mit ihrem großen Akkordeon auf den Knien kann man sie antreffen, geschlossene Augen, sich zur Musik wiegend. Jana Nitsch fühlt ihre Musik und jeder, der sie beobachtet oder sich ihre kraftvolle Stimme auf einer ihrer drei CD's anhört wird von einem der vielen Gefühle erfasst, welche von den Liedern transportiert werden.
Sie schreibt ihre Texte selbst, auf Deutsch, Spanisch, Englisch und Französisch.

Seitdem sie mit 17 beschloss mit ihrem Instrument durch Frankreich zu reisen und auf den Straßen zu spielen hat sie viele Länder gesehen und wurde in vielen gesehen und gehört. In Eigenproduktion sind die Alben entstanden, wovon ich ihr erstes "Jana" von 2005 besitze. Desweiteren gibt es noch das Album "los Arboles (span.: die Bäume) von 2006, sowie "für einen Engel" welches 2008 entstand.
Erwerben kann man diese bei öffentlichen Auftritten.
Leider hat sie keine große Internetpräsenz, nur eine Facebookseite, einen Youtube-Channel und eine Internetseite, die derzeit nicht funktioniert, ich werde sie posten, sobald die wieder auf dem Damm ist.
Ich hoffe bald wieder das riesige Akkordeon hinter dem der kleine Rotschopf, Blondschopf oder brünetter Raspelschnitt mit der kleinen Jana hervorlugt anzutreffen.

Beispiellied: "Gold" aus "Jana"

Montag, 11. Juli 2011

Guaia Guaia

Sie leben auf ihrer Insel, Guaia Guaia, jeder der die Ehre hat sie anzutreffen, darf diese Insel mit ihnen bereisen. Luis und Elias heißen die beiden interessantesten Personen, die ich in letzter Zeit erleben durfte. Äußerlich und stimmlich sehr unterschiedlich doch musikalisch könnten sie nicht besser zusammenpassen.

Doch von Anfang an, denn jede Geschichte hat einen Anfang, und den sollte man nutzen, nicht wahr?

Ich war am Freitag den 01.07 auf dem Campus Open Air und auf der Flucht vor dem Mainstream, namentlich elektronische Tanzmusik, stieß ich auf diese wild zur eigenen Musik hüpfenden Gestalten. Der eine mit einer Posaune, schwang wild seinen Lockenkopf, der andere, bewaffnet mit einer E-Gitarre zuckte ekstatisch. Ein Bild für die Götter, mir blieb nichts anderes als stehen zu bleiben und mir das Schauspiel anzusehen. Gute Entscheidung.
Die Musik die die beiden machen, lässt sich als eine Art "Elektroragga mit Hiphop und Ska Einflüssen" bezeichnen. Inselmusik.


Politisch kritische, durchdachte Texte ohne erhobenen Zeigefinger, die einen entweder zum Nachdenken oder zum Tanzen anregen, abhängig davon, in welcher Stimmung man sich befindet.
Als sie darauf hinwiesen, sie hätten keine reichen Eltern und seien verarmte Künstler aber man könne sie mit dem Kauf einer ihrer CD's unterstützen, wars eigentlich schon klar, für sowas investiert man doch gerne.
Der Witz: auf der CD, nichts mehr zu hören von dem inseligen Laiensound, die CD ist sehr professionell produziert, was man auch sieht. Erstaunlich. Live klingen sie total anders als auf Platte.
Und das erstaunlichste: Man findet es immer noch gut!


Die beiden haben eine vergleichsweise große Internetpräsenz. Sie besitzen eine Website, eine Myspace-Seite und eine Facebookpage. Ihre vorhergegangenen CD's kann man im Internet über Itunes käuflich erwerben. Die Jungs haben Plan, mehr als man denkt....
Wenn man sie youtubed oder googled wird man schnell fündig und erfährt sehr interessante Details.


Luis (Links), Elias (Rechts)
Luis und Elias kommen aus dem Osten, haben sich gefunden und angefangen zusammen Musik zu machen. Man könnte sie als perspektivlos bezeichnen, keine Wohnung, keine Ausbildung, keinen Job. Ich bevorzuge den treffenderen Begriff "Lebenskünstler". Der Sommer 2011 ist der dritte, den sie als Musiker auf den Straßen Deutschlands verbringen. Sie lernen Leute kennen, machen Musik, schlafen irgendwo, machen Musik, Leben, machen Musik, scheinen glücklich zu sein.
Aktuell touren sie mit dem Fahrrad von Hamburg nach Grävenhain zum Melt Festival.

Die Kinder und Enkelkinder der zwei, werden tolle Geschichten hören dürfen.

Freitag, 17. Juni 2011

Gesehen und Gehört

Schön warmer Tag in der Ottenser Hauptstraße, eigentlich wollte ich irgendwohin, am besten ganz schnell, aber verwarf dann diesen Gedanken als ich auf eine kleine Gruppe von vier Personen, umringt von einer großen Masse von vielen Personen stieß, die sich in der Nähe des Spritzenplatzes niedergelassen hatten um Menschen, mich eingeschlossen, mit ihrer Musik zu begeistern, was sie tatsächlich taten. (Das war ein langer Satz, ein Thomas-Mann-Satz)
Zum Glück hatten die vier ein paar CD's dabei die man käuflich erwerben konnte und ich habe etwas investiert um mir eines der guten Stücke zuzulegen. Die Musik ist ebenso Straßen- wie Wohnzimmertauglich und zaubert mir gerne ein Lächeln ins Gesicht.
Ich würds wieder tun.

Quelle


Torpus & The Art Directors nennen sie sich, sind normalerweise "eine ganze Horde in unterschiedlicher Besetzung" wie man auf der Myspace-Seite lesen darf und treten auch öfter mal auf. Unter anderem in der Schweiz, in Berlin und natürlich auch in Hamburg (Die Termine findet man ebenfalls auf der Seite)
Die Musikrichtung lässt sich als eine Art modernen Folk beschreiben.
Wer nicht das Glück hat, durch Zufall mal auf der Straße in den Genuss zu kommen und nicht die Zeit für ein Konzert hat, für den gibt es in der großen weiten unergründlichen Welt des Internets Videos.


Man höre und staune.