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Freitag, 19. Dezember 2014

Glühbirne

Ich fühle mich als würde ich unter einer Jugendherbergsdusche stehen. Aber die von der ganz ranzigen Sorte. Entweder ist mir zu warm oder zu kalt oder es tröpfelt mir lauwarm in dünnen Rinnsälen den Rücken runter und höhlt mich langsam aus. Mein eigener Körper waterboardet mich. Und straft mich mit Schlafentzug. Ich liege seit dreieinhalb Stunden wach hinter geschlossenen Augen und mein Fieber und ich gehen Achterbahnfahren. Mal sehen wer als erstes kotzt!
Wäre es nicht an der Zeit Automaten mit verschiedenen Einschlafhilfen zu installieren? Gerade in Großstädten, in denen sich des Nachts von ihren Sünden geplagte Gestalten durch die Gassen treiben, auf der Suche nach Erlösung. Ether, Baldrian oder der gute alte Holzhammer. Sand funktioniert nicht, ich habe es schon versucht. Welcher pädagogisch unwertvolle Mensch ist auf die absurde Idee gekommen, Kindern zu erzählen, dass Sand in den Augen für Schlaf sorgt? Welcher kleine böse Mann versucht sich eine blinde Masse heranzuziehen,
angefangen ganz unten. Und warum hat Ursula von der Leyen noch nicht
das Sandmannverbot durchgesetzt? Oder zumindest Alice Schwarzer? Der Sandmann suggeriert schließlich dem kleinen, unbedarften Mädchen, nur schlafen zu können, wenn der Mann da war, in seinen Sack gegriffen und ihr einmal ordentlich ins Gesicht gelatzt hat. Ich finde das viel besorgniserregender als den Beruf der Prostituierten. Man muss nur das Problem an der Wurzel packen.

Aber man muss die positiven Seiten betrachten, denn man kann die Schlaflosigkeit auch sinnvoll nutzen. Ich habe mein vom Liegen zum Haar (bewusst singular) gewordenen Hornwuchs auf dem Kopf in drei gleich breite Streifen geschnitten. Jetzt kann ich es flechten.
Ich habe auch gegoogelt, was ich habe. Entweder Krebs, Ebola oder Weltraumaids. Zumindest werde ich elendig an meinem Fieber zugrundegehen. Ich kann auch meine ganze Whatsappliste mit wirren Texten penetrieren und es später auf den Fieberwahn schieben. Das ist wie mit Alkohol, der entschuldigt auch alles. Fieber ist nur besser, dafür kann man nichts. Wie gerne würde ich mich jetzt betrinken, aber ich habe keinen Schnaps im Haus. Vielleicht nehme ich noch einen Schluck Hustensaft, aber in dem neumodischen Scheiß ist ja nichts mehr drin, das Zeug von früher das knallte wenigstens noch.
Das verrückte ist ja, ich erreiche eine völlig neue Dimension. Wahrscheinlich war die Stimme in der Steckdose schon vorher da, ich hatte einfach den Zugang nicht. Sobald ich die Kindersicherung mit meinen Fingern weggeschmolzen habe, werde ich nachsehen, wer nach mir verlangt!

Sonntag, 5. Oktober 2014

Der Ich-bin-dann-mal-raus-Geheimtipp


Mit den Geheimtipps ist das so eine Sache.... Sie bleiben so lange Geheimtipps, bis sie so häufig weitergetragen wurden, dass sie wieder bei einem ankommen und später als Insidertipp in Touristenführern auftauchen. Und dann wundert man sich, wenn plötzlich Busse vor der gemütlichen Stammbar anhalten, die haufenweise Ortsfremde ausspucken, die den "Einheimischen mit seinem Feierabendwein" für sehenswürdig erachten. Aber mein Geheimtipp, ist für die gute Sache.
Ich bin abgetaucht. In badewannenklares Wasser, wunderschöne Landschaften mit Bergen, Bäumen, Kiesstränden, blauem Himmel, netten, offenen, hilfsbereiten Menschen, in gute Gespräche, in fremde Kulturen.


Dafür ist manchmal nur ein großer Satz über Vorurteile, allgemeingültige Wahrheiten und die Grenzen des altbekannten Feelgood-Bereiches nötig.
 Das Äffchen ist seit vier Monaten unterwegs, mit dem Feuerwehrauto namens Hektor, so lange es warm genug ist und Hektor durchhält geht es zusammen durchs Abenteuerland. Ich habe ihn in Albanien abgeschnappt und habe mich für eine Woche angeschlossen, um Albaniens Besonderheiten zu erleben. Halbfertige Betonhäuser, die Autobahn überquerende Menschen, Metertiefe Löcher in den Straßen, gutes und günstiges Essen, enorme Hilfsbereitschaft, die großen Gegensätze, das Herz, welches dort schlägt.




Donnerstag, 26. Juni 2014

Mein Rauswurf aus dem Club der echten Veganer

Ich ernähre mich jetzt seit eineinhalb Jahren teilzeitvegan. Ich hatte hier und hier bereits ein bisschen darüber erzählt. Es fing alles damit an, dass ich mich fragte, ob ich es schaffen würde, meine Ernährung von Fleischfressende Pflanze auf Müsli-Jochen umzustellen (No offense, Jochen). Mein Ziel war, einen Monat einfach mal zu schauen obs geht, um wenns blöd ist, sich wenigstens auf empirische Erhebungen berufen zu können. Es war aber nicht blöd, ich habe Bekanntschaft mit vielen unbekannten Gemüsen und Getreiden gemacht, mit manchen bin ich sogar eine enge Bindung eingegangen. Dem einen strickten Monat folgte ein zweiter und ein dritter und mittlerweile bin ich bei 18 angelangt. Ich habe elf Kilo abgenommen und fühle mich insgesamt eigentlich gesünder und fitter.
Wer jetzt berechtigterweise über das böse "eigentlich" gestolpert ist, der lasse mich das kurz erklären: Ich merke teilweise Mangelerscheinungen. Jetzt gerade habe ich zwei wunderhübsch eingerissene Mundwinkel, die sich höchstwahrscheinlich auf Eisenmangel zurückführen lassen. Linsen und grünes Gemüse soll da Abhilfe schaffen. Auch Nahrungsergänzungsmittel sind eine Möglichkeit. (Steh ich aber nicht so drauf)
Eine zweite Stolperfalle gabs bereits am Anfang des Textes. Auch das "Teilzeitveganer" möchte ich erklären: Ja, ich bin ein schlechter und egoistischer Veganer. Ich mache Ausnahmen. Einmal, wenn ich irgendwo - bei Freunden o.ä. zum Essen eingeladen bin. Ich werde nicht in dem für mich gekochtem Essen herumpicken und mit Pinzettengriff das Ei entfernen. Ich werde nicht mit Naserümpfen fragen, ob denn da Sahne drin ist. Und vor allem werde ich nicht mit erhobenem Zeigefinger auf die entzündeten Euter von Milchkühen hinweisen. Auch wenn die Gefahr besteht, dass Fleisch weggeworfen wird, beispielsweise wenn Freunde sich ein Fleischgericht im Restaurant bestellen, es aber nicht aufessen, dann nehme ich mit gütigerweise dem an. Ich kann das nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, dass Tiere für den Müll gestorben sind.
Die dritte Ausnahme ist mein persönliches Wohlbefinden: Wenn ich beispielsweise auf einem Geburtstag sitze, es gibt nur unveganen Kuchen und ich habe das Gefühl, ich verpasse etwas, bzw. schränke mich ein, wenn ich verzichte, dann esse ich Kuchen mit Tier drin. Mein Umfeld weiß, dass ich mich hauptsächlich vegan ernähre und ertappt man mich mit Käsebrot, wird mit großen Augen gefragt: "Ist das Käse? Das ist doch nicht vegan, oder?" Das wiederum treibt meine Augenbrauen in schwindelerregende Höhen.
Sich als Veganer zu bezeichnen, bedeutet anscheinend, tierische Produkte strikt abzulehnen, dies weiterzutragen und instant den Zeigefinger hochzuhalten. Für mich muss es Spaß machen, ich darf mich nicht einschränken, sonst höre ich irgendwann ganz auf. Ich bin der Meinung, jedes tierische Produkt was vermieden wird, ist ein guter Schritt in die richtige Richtung. Es darf für mich aber kein Zwang werden und vorallem muss ich mir nicht von lederschuhtragenden Menschen den Finger durch die Brust bis ins Rückgrad pieksen lassen.
Ich weiß, dass die echten Veganer jetzt einen Schrei der Empörung im Halse stecken haben. Ich weiß, dass meine Ansicht diskutierenswürdig ist. Aber bevor ich mich rechtfertige, investiere ich meine Kraft und Energie lieber in die Fertigung von Besen aus Naturfasern, zwecks veganem Kehren vor der eigenen Haustür.

Gesehen in Altona

Dienstag, 11. Februar 2014

Jedem sein Anlass

Gesehen im Treppenhaus meiner Nachhilfeschülerin
Der Tag der kleinen dicken Engel naht. So wie die Gebrüder Aldi Mitte September die gefährlich nahende Weihnachtszeit mit Gebäck einläuten, so wird im Internet direkt nach Weihnachten damit begonnen dem adoptierten und importierten rosaroten Feiertag die besondere Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, die nicht blutseigene Feiertage eben auch brauchen. Überall werden Herzchen ausgeschnitten, Herzchen gebacken, Herzchen geklebt, Herzchen beglitzert, Herzchen bepuschelt, Herzchen entstaubt, gewaschen, gecremt und gepudert, damit sie gut duften und nicht glänzen, an ihrem großen Tag. Der Anlass seiner ehrwürdig Angebeteten endlich mal ein extra für diesen Tag gezüchtetes Gewächs in die Hand zu drücken, seinem Hochgeschätztem bunte Zuckerstreusel aus dem Bauchnabel zu lutschen und sich gegenseitig ins Ohr zu hauchen, dass man sich schon mag - irgendwie, muss besonders zelebriert werden, man hat schließlich 365 Tage darauf gewartet.
Als bekennender Valentinstagsgrinch mangelt es mir nicht an einem Liebsten, wie manch ein Fuchs mir nach feurigen Hassreden zu unterstellen versuchte, aber sollte dieser Liebste am 14. Februar auf die Idee kommen, mir so eine arme parfümierte, entwurzelte Pflanze unter die Nase zu halten und selbstgedichtete Verse im Kreuzreim über mein seidig glänzendes Haar vorzutragen, dann sind wir keine Homies mehr.


Gesehen in meinem Müsli

Gesehen auf dem Nachhauseweg


Sonntag, 19. Januar 2014

Gesichtszirkus



Als Blogger kommt man - es sei denn man legt Wert auf die verschleiernde Maske der Anonymität - mitunter nicht darum, seine eigene Visage in die Kamera zu halten. Gut, ich bin immerhin keine Fashionbloggerin, so kommt es nicht drauf an, dass ich schön, schlank und elegant, fesh, cool, sexy, stylisch, swagger xyz aussehe, aber eine Selektion nach "Bauch eingezogen" und "nicht Bauch eingezogen" erfolgt trotzdem. Es ist tatsächlich erstaunlich, wie oft man beim Selbstauslöserfotosschießen denkt, man sehe alleszerberstend erotisch aus und wenn man sich das Endprodukt ansieht, bildet es nur eine sich wild verrenktende, gnomige Person mit angespannten Gesichtszügen ab. Auch bei Fremdfotografie hat der Auslöser ein Gespür für falsche Momente. Und somit landen die wundervoll menschlichen, Abgründe der eignen Person abbildenden Fotos mit Potential zur Erheiterung im allesverschluckenden Nirvana meines Projekteordners. Als schadenfroher, passioniert Outtakes guckender, hobbykaspernder Mensch (sobald eine Kamera auf mich gehalten wird), kann ich es mir allein aus den eben genannten Gründen keine Pseudoeitelkeit leisten und habe mich unter dem Motto "Ausgleichende Gerechtigkeit" durch meine gesammelten Projektfotos gewühlt und eine Kollektion mit dem Namen "Ich mache mich zum Obst der Woche" zusammengestellt.

Viva la Selbstironie







Sonntag, 22. September 2013

Smartphonitis

Das Smartphone. Der neuste Virus, unbemerkt von 90% der Menschheit. Untergräbt das System von innen. Raubt Augen, Aufmerksamkeit, Verstand. Rebell, sprengt ganze Partys. Wo früher getanzt wurde, sitzt man heute in der Ecke und liked den Post von seinem Nebenmann. Die Party steigt virtuell.
Anna: „Voll tighte Party bei Klausbernd“ mit Hannah, Lisa, Tobias, Klausbernd und Murat hier: Klausbernds Wohnzimmer. 6 Leuten Gefällt das. 4 Kommentare: Anna: Julian ist auch dabei. Lisa: Haha, Tobi und Julian gehen voll ab“ Tobias: Yolo! (4 Leuten gefällt das) Hannah: Warum ist Julian nicht markiert? Anna: Julian hat kein Facebook xD Klausbernd: …und ein Nokia 3510i :D Murat: o.O (2 Leuten gefällt das)
Somit steht Julian zwar körperlich und geistig mitten im Leben, tanzt sich wahrscheinlich einen Wolf in Klausbernds Wohnzimmer, aber zu der wirklichen Party, fehlt ihm die Eintrittskarte in Form eines betouchscreenten Mobiltelefons, welches einem die Pforten zu Welt Nummer 2 öffnet, die häufig schon Welt Nummer 1 von ihrem Platz vertrieben hat. Sicher, sein Telefon kann telefonieren, Sms versenden und aus dem 18ten Stock eines Wolkenkratzers auf Stahlbeton fallen ohne sich auch nur einen Kratzer zu holen, aber das ist in Annas tightem Partyposting nur ein müder xD-Smiley wert.
Es geht doch nichts über ein Handy, was sich beim draufsetzen sofort die sogenannte Spiderman-App holt, was man stündlich aufladen muss, was minütlich pfeift, weil irgendwelche Whattsapp nachrichten angekommen sind und sich auch sonst seine Aufmerksamkeit einholt. Tamagotchi 2.0. Und es wird jeden kriegen. Noch ärgert jeder, der bei klarem Verstand ist, sich über die immer mehr werdenden Smartphonezombies, die sich aus dem Gespräch ausklinken weil irgendwas vibriert, gedüdelt oder eventuell geblinkt hat, die einen wilden Blick bekommen, sobald keine Steckdose in greifbarer Reichweite ist, die 3 Stunden auf Festivals anstehen, um ihrem Mobiltelefon das zu geben was es will: Saft. Und Aufmerksamkeit. Aber sobald man einmal die vorzüge eines Smartphones genossen hat „Endlich kann ich von unterwegs aus meine Bahnverbindung googlen und muss nicht mehr auf den Plan gucken“ will man sie nicht mehr missen.
Zombiewalk hat bald nicht mehr Flashmob- sondern Alltagscharakter.
Apocalypse now!

Gesehen in Ottensen

Mittwoch, 5. Juni 2013

Von tierfreien, selbstbestimmt lebenden, Weltverbesserer_innen

Ich studiere in einem Umfeld, in dem es viele Menschen gibt, die sich auf die Fahnen geschrieben haben, sich mit ihresgleichen zu verbünden, das Leben anderer nach ihren eigenen Wünschen mit aller Kraft zu modifizieren (und sich bei erfolgreicher Modifikation wieder mit dann ihresgleichen zu verbünden). Seitdem ich mich vegan ernähre, fällt es mir besonders auf. Das ist wie im Auslandsurlaub, man darf nicht zu laut sprechen, sonst steht wie aus dem Boden gewachsen ein ziemlich rundlicher, schwitzender Mann in kurzen Badeshorts, Unterhemd, Anglerhut und Crogs neben einem. Nach dem Motto viel hilft viel gibt sich seine Sonnencremeschicht  die größte Mühe, den Sonnenbrand zu verdecken, aber angesichts des Ausmaßes ist sowieso Hopfen und Malz verloren. Hinter ihm, irgendwo auf Hüfthöhe, lugt der Kopf seines ihm angetrauten Weibes hervor. Während ich, noch völlig fasziniert von dem Fleischgewordenen (erneuter verweis auf schlechten Wortwitz) Klischee alle Eindrücke in mich aufnehme, dröhnt seine Stimme flächendeckend in meinen gepeinigten Gehörgang: "Ah, sind Sie Deutsche? Wir sind auch Deutsche! Woher kommse denn?" "Ähm... aus Hamburg" "Aaaaaaaah, Hamburch, auf der Reeperbahn Nachts um halb eins" er lacht und der Boden vibriert. "Mein Onkel is da am wohnen, in Pinnebärch" Ich übergehe den Kommentar geflissentlich, obwohl mein Klugscheißerhirn kreischt: "Sags ihm, sag ihm das Pinneberg zu Schleswig Holstein gehört". Er redet weiter: "Also wir komm' ausm Pott" er nickt wohlwollend. "Hömma, wir sind grad zum Strand am gehen, solln wir eurer Zoich auch aufne Liege legen? Wenn die da...." er nickt zum Hotel hinüber "...erstmal ne Liege haben, dann tunse den ganzen Tach nimmer aufstehn." "Ähm..." Ich starre völlig paralysiert auf seinen wackelnden Bauch, er hat sogar im Bauchnabel Sonnenbrand "... nein danke, wir sind nur am wandern, äh, ich mein wir wandern nur und gehören nicht zum Hotel"...

Gesehen in der Schanze
Solche Szenarien ploppen vor meinem geistigen Auge auf, wenn ich im Café flüsternd nach Sojamilch frage. Wer weiß wie erdnah und organisiert die militanten Veganer meiner Studienheimat sind, vielleicht gibt es bereits die unterirdischen Tunnel, in denen Patrouille gelaufen wird und jedes mal wenn eines der Indizworte fällt, drückt die bestochene Servicekraft den Knopf und an dem jeweiligen Ausgang leuchtet dann das rote Licht. Anders kann ich mir nicht erklären, dass, als ich ein zweites Mal nachfragen musste, dazu platzierte die etwas über mein geheimnisvolles Verhalten irritierte Servicekraft ihr Ohr direkt vor meinem Mund, plötzlich ein Kerl neben mir steht, der triumphierend kräht: "Ah, du bist Veganer_in? Ich bin auch Veganer_in!" Und während ich mich noch bemühe ihm zu erklären, dass ich nicht Veganer_in bin, sondern mich nur tierfrei ernähre und das meiner Meinung nach ein großer Unterschied ist, hat er schon seine Karte gezückt:" Thorben, Veganer_in, WennDuAnKäseDenkstKommstDuInDieHölle@veganemissionierungsgruppe.de"
"Möchtest du in unsere vegane Missionierungsgruppe? Wir sind total offen und so. Jeder darf mitmachen.... der 5 Menschen dazu gebracht hat Veganer zu werden und seine Tiere, Pflanzen und Kinder vegan ernährt und selbstbestimmt leben lässt. Wir bringen alle Menschen auf der Welt dazu, sich vegan zu ernähren" Seine Augen glänzen bei der Vision. Sieht fast ein wenig irre aus. "....notfalls mit Gewalt" ergänze ich seinen Satz im Geiste. Flucht, Flucht Flucht.

Gesehen, oh wunder, in der Schanze

P.S.: Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen sind voll ausversehen, aber absolut nicht ausgeschlossen, weil ich kräftig Klischees bedient habe und die ja auch irgendwoher kommen müssen.

Nein, ich möchte andere Menschen nicht davon überzeugen, dass die einzige Art richtig zu leben, meine ist.
Ich informiere gerne, aber ich missioniere nicht. Ich erkläre gerne geduldig und langsam, wenn nötig mehrmals, dass es genug Dinge gibt, die man essen kann, nein man muss sein Müsli nicht mit Wasser essen, nein, man isst auch nicht nur Gemüse und Obst was von selbst auf einen zugekrochen kommt und darum bettelt gegessen zu werden und ja, Bakterien esse ich mit. Ha Ha.
Vorallem nein, ich möchte keine millionste Vegane Ernährungsdisskussion führen, weder mit Veganern, noch mit Anti-Veganern und nein ich möchte auch niemandem auf den Schlips treten.
Bemerkenswert, dass man das in dem Mileu der Verfechter der Selbstbestimmung ausdrücklich hervorheben muss, ohne liebevoll zu Tode diskutiert zu werden.

Sonntag, 21. April 2013

Stadtdschungel

Die Stadt. Der Platz an dem Menschen sich rückentwickeln. Urmensch. Man erobert die öffentlichen Verkehrsmittel, erspäht den zu erlegenden Sitzplatz, schleicht sich nicht an, nein, die armen Dinger können ja dank nicht existenter Beine nicht weglaufen, und schmeißt sich drauf, so dass noch nichtmal ans Weglaufen gedacht werden kann. Natürlich muss vor nicht so erfolgreichen Jägern geprahlt werden. Ein stolzer Blick in die Runde und dann der Blick Richtung Fenster. Völlig nachvollziehbar, man könnte sonst von der stehenden Jagdgesellschaft aufgrund gesellschaftlicher Normen zur Aufgabe der Beutebewachung gezwungen werden.
Kommt beispielsweise ein durch Alter oder Krankheit benachteiligtes, oder ein trächtiges Herdenmitglied vorbei, sollte man der Norm entsprechend seinen Platz räumen. Aber welcher Jäger gibt schon freiwillig seine Beute auf?
Nur der Druck der Standgesellschaft kann das Sitzindividuum durch DEN Blick dazu bewegen, man hat doch ein Herz.
Dies lässt sich umgehen, indem man die stolzgeschwellte Brust oder den erhabenen Gesichtsausdruck wohlwollend im Spiegelbild betrachtet.
Jedoch, alles eine Frage der Perspektive. Gehört man dem Stand des Standes an, blickt man von Oben auf die arme Wurst, die sich krampfhaft am Sitzpolster festkrallt, der verzweifelt starre Blick, ein ignorantes Stück, hat es keine gute Schule genossen? Man selber wäre natürlich sofort aufgesprungen, man bestehe darauf dem Alter, der Krankheit oder Schwangerschaft den Sitz zu überlassen, natürlich sei das kein Problem, fast schon eine Ehre.
Und so bedenkt man das Würstchen mit einem abschätzigen Blick und wendet das Gesicht ab um seine stolzgeschwellte Brust oder den erhabenen Gesichtsausdruck wohlwollend im Spiegelbild zu betrachten.
Aber..... was ist das? Es bewegt sich. Es steigt aus und lässt seine Beute zurück.
Aus dem erhabenen Blick wird ein wilder, ein Tunnelblick, die Armhaare stellen sich auf, das Blut beginnt zu kochen. Kleine Bläschen bilden sich vor dem Mund...Maul...
Alle Muskeln spannen sich an und man springt. Und ja.... Ist schneller als der Rest.
Und die Beute wieder hergeben? Warum zum Teufel sollte man das tun?!

Gesehen auf St.Pauli

Mittwoch, 6. Februar 2013

Nur ein Lächeln

Man sitzt im Bus. Oder geht spazieren. Und der Himmel ist grau, was auch sonst, man wohnt ja in Hamburg. Damit könnte man sich ja noch abfinden, ich mein, das ist Hamburg und die Sonne scheint nicht. Aber dann sind da noch die Leude, die sich durch die Menge schieben. Und oh, diese Leude. Jedes Mal wenn ich Menschen sehe, die ihr persönliches Wölkchen im Gesicht tragen, muss ich an den äußerst sympathischen Punkmenschen denken, der mir seinen Coffee-To-Go-Klimperbecher vor die Nase hielt und mich in punkischer Manier anraunzte: "Haste mal'n Lächeln?"
"Normal Bruder, warum nicht, hier, gleich noch eins für schlechte Zeiten"

Nicht unbedingt hilfreich dabei, ist natürlich dann das Mannsvolk, welches ein Lächeln als Einladung deutet. Nein, ich möchte keinen Kaffee und nein, ich möchte dich nicht heiraten. Merci, ich fühle mich geschmeichelt, aber du brauchst mir keine Schublade in deiner Kommode freiräumen, ich hab' nur gelächelt verdammt.

 Warum ist es so abnorm geworden ein bisschen zu Strahlen? Warum wird man in der Bahn morgens um 8 böse über Zeitungsränder angestarrt, wenn die Mundwinkel es wagen in die Horizontale zu gehen oder sogar einen Winkel gen Himmel anschlagen?
Für eine normalisierung des Lächelns. Lächeln schüttet Endorphine aus und Endorphine sind ne echt gute Sache.

Gesehen in der Schanze

Donnerstag, 10. Januar 2013

Ein Auge aufs Geschäft, eines im Plattenkasten

Bloggernopolis ist eine Welt für sich. Wer ist am dünnsten, hat die teuerste Schminke, die höhsten Schuhe, die meisten Leser und die meisten Kommentare. "Voll cuuuuter Blog, ich verfolge dich, verfolgst du mich auch?"
Gewinne ein Gutschein von iXYpsylon Schuhhersteller, like nur meine Facebookseite, schreibe einen Post über mein Gewinnspiel, sein mein Leser in folgenden zehn Einrichtungen und sortiere meine Sockenschublade.
Ich lade dich zu meinem Geburtstag ein, lädst du mich auch ein? Nö? Dann bist du nicht mehr meine Freundin. Eine Highschoolcommunity, mit Einflüssen aus Kindergarten, Leistungssport, Waschküche, und Spiegelsaal mit Millionen von Streichelhänden.
Bloggen ist nunmal Selbstbepuschelung durch Fremdbepuschelung. Satz ohne Wertung, no offense.
Aber wer den ganzen Tag Federn im Gesicht hat, der spürt das kleinste Steinchen dazwischen. Und Steinchen wollen wir nicht, nein nein.
Ein Streicheln um gestreichelt zu werden muss also her. Level up sozusagen. Ansprüche haben, Ansprüche erfüllen. Bessere Fotos, über jeden Satz mindestens dreimal nachgedacht, dann nochmal rückwärts drüberlesen, ob nicht versteckte Botschaften enthalten sind und ein bisschen Glitzerstaub.
Wenn ich Ansprüche an mich selber entwickle, bekomme ich Fluchtreflexe. Betitel etwas als Pflicht und man sieht nur noch meine Staubwolke und den obligatorischen Tumbleweed durch die Wüste eiern. Dazu etwas melancholische Musik, die das Bild untermalt.

Deswegen war ich weg und deswegen bin ich wieder da. So ist das.


Donnerstag, 17. Mai 2012

Happy Happy Fathersday

Christie Himmelfahrt. Und wie der Name schon sagt, muss das natürlich zum Anlass genommen werden, sich einen Bollerwagen zu schnappen um sich aber richtig doll die Kante zu geben. Vatertag.
Wo da der Zusammenhang ist, erschließt sich mir nicht.
So mitten am Tag. Zu unchristlichen Zeiten voll sein, so lautet die Devise. Ob du schon Kinder in die Welt gesetzt hast, ist dabei natürlich völlig egal. Heißt ja nicht umsonst Vatertag.
Mit den "Jungs" losziehen, feiern, Spaß haben. Der einzige Unterschied zu sonst? Der Bollerwagen.
Spaß. Im Gegensatz zu den Leuten, die der feierwütigen, gröhlenden, hopsenden Meute entgegenkommen, zwangsläufig hinterherlaufen oder sich einfach nur unschuldig in der Nähe befinden, haben sicher alle Spaß.
Das dachte man sich auch, als man mittags um 12 uhr im Metronom saß und dieser stank wie 10 Matrosen nach einem Besuch in der Stammkneipe am Hafen.
Vatertage sind mir genauso zuwider wie Junggesellenabschiede.
Vielleicht bin ich spießig, wenn ich den Sinn nicht sehe, einen christlichen (nein ich bin da eigentlich nicht besonders hinterher, aber es unterstreicht sehr nett meine Argumentation) Feiertag zum Anlass zu nehmen, sich in der prallen Mittagssonne schwankend auf die Landungsbrückenbrücke zu stellen, um - in der einen Hand den Küstennebel, in der anderen Hand das Gemächt- genüsslich auf parkende Autos zu pinkeln. Vielleicht auch nicht.
Ich habe auf jeden Fall meine Hausarbeiten gemacht und die sympathischen Mittzwanziger mit dem Bierbike  angesprochen und gefragt, wer denn alles von den 9 Herren Sprösslinge hat? "Der Timo", erklärte mir der sehr desinfiziert riechende Mensch, der auch nicht mehr ganz 90° in seinem Sattel saß, "aber der trinkt heut' nicht, der muss nachher noch auf die Kinder aufpassen."

Gesehen in Eimsbüttel


Freitag, 13. April 2012

Blogaward...

gesehen in der Schanze
 
In meiner Abwesenheit habe ich einen Blogaward verliehen bekommen. Und zwar von Fräulein Illegal von Classy Panda, dessen Blog ich sehr gern lese. Lustige Sache das. Ich fühle mich sehr geehrt und verspüre den Drang darauf zu reagieren. Die Regeln sind, man solle die Person verlinken, die einem den Blogaward verliehen hat. Check! Dann sieben Sachen erzählen, die man noch nicht über einen weiß.

Alles klar.
Was weiß man noch nicht über mich:

1. Ich bekomme Gänsehaut, wenn ich Stoff anfasse aber staubige Finger habe.

2. Ziemlich viel was mit -isch endet trifft auf mich zu.

3. Ich komme mit meiner Zunge an den Ellenbogen.
(3einhalb. Die, die nicht wissen, dass man das eigentlich nicht kann, probieren das jetzt aus und die, die es nicht ausprobieren, haben NEON unnützes Wissen gelesen ;))

4. Ich höre sehr viel deutschen Hip Hop.

5. Wenn ich tanzen gehe, brauche ich Platz. Es gibt nichts schlimmeres als mit fremden, schwitzenden Menschen zu kuscheln.

6. Wenn ich alleine bin, führe ich Selbstgespräche, damit es nicht so leise ist in meiner Umgebung.

7. Ich habe einen alles andere als grünen Daumen und habe meinen Weihnachtsstern ertränkt. Ich bin eine Pflanzenmörderin. (Obwohl unabsichtlicher Mord ist ja rechtlich gesehen Totschlag. Ich bin also eine Pflanzentotschlägerin)

(8. Es ist gar nicht so einfach zur gleichen Zeit 7 mehr oder weniger interessante Dinge über mich zu erzählen, ohne sein Leben auszubreiten oder zu riskieren, dass jemand psychologische Profile erstellen kann.)

Die Regeln lauten weiter, dass man den Award an 15 Blogs weitergeben soll. Das mach ich aber bewusst nicht. Wer einen haben möchte, darf sich gerne bei mir melden.
Ich bin nämlich Rebell-isch.

Freitag, 27. Januar 2012

Spätnachts10vorzweiphilosophie

Ich kenne mindestens 2 Bands, die sich "Das Niveau" nennen. Und zwar aus dem einfachen Grunde, dass sie es witzig finden, wenn ihr Auftritt folgendermaßen angesagt wird: Heute sin(g/k)t für Sie: das Niveau.
Ich habe da so nie wirklich eingehend drüber nachgedacht, habe nur brav "Chkr chkr chkr" gemacht und somit gezeigt, dass ich den Witz verstanden habe.
Jetzt habe ich mich gerade beim Zähneputzen damit beschäftigt. Tiefgehend philosophisch.
Und zwar frage ich mich: welche Band wird denn schon so angesagt? "Heute singt für Sie The Doors?" Spielen Bands nicht? Und Solokünstler singen? Gegebenenfalls...?
Und selbst wenn, sagt man dann nicht "Heute singEN für Sie die Red Hot chili Peppers"?
Und um nochmal einen draufzusetzen, legen wir den Fokus zu allem Übel nochmal auf den Artikel vor der Band.
Das heißt, wenn mans wirklich so sagen sollte, würde man sagen: "Heute singen für Sie die das Niveau"
Kann man mir folgen?

Aber eigentlich, um meine durchdachten, komplexen und äußerst strukturierten Gedankengänge noch auf den Zenid der alleszerberstenden Logik zu treiben, würde man sagen: "Heute spielen für Sie die das Niveau"

....Und dann wär der Witz weg.

Gesehen beim Alten Schlachthof


Chkr Chkr Chkr....

Donnerstag, 12. Januar 2012

Riesenfotos, Bäbäm

Falls sich jemand fragt welch grausliche petrolfarbene Krankheit mein Blog sich eingefangen hat dem kann ich nur antworten: Mut zur Veränderung! Geh auf die Matratzen! (Zitat woher?)

Mal im ernst. Ich dachte zur Feier meiner bereits 17 Leser (Ich finde es wahnsinnig erstaunlich, dass sich 17 fremde Menschen dafür interessieren, was ich so von mir gebe) spendier' ich meinem Blog ein neues Kleid. (Zweifelhafte Kolibris am Rand ich weiß, ich bin auch noch dabei, diese Wahl zu überdenken) (Edit: ich habe sie überdacht, keine Kolibris für mich) (Edit 2: auch kein Petrol mehr, es werden wohl erstmal diese alleszerberstenden Blumen bleiben)

Neuste Neuigkeit: Jetzt kann man sich alle Fotos in GROß angucken. >> Ba dum dum tzz <<
Und ich bin immer noch von der Qualität meiner Handyfotos begeistert!

Gesehen in Ottensen

Vielen dank, das hört man gern

Dienstag, 10. Januar 2012

Barfuss und auf den Knien?

Über die Sachen, die die Leute in die Suchmaschine eingeben und darüber auf meinen Blog kommen staune ich immer wieder...

bikram schwachsinn
Na na, das will ich jetzt aber mal nicht gehört haben

barfuss damen










barfuss weihnachts
barfuss und auf den Knien
Erstens: warum kommt man wenn man barfuss eingibt auf mein Blog? Da muss man aber ganz tief gegraben haben.
Zweitens: Warum sucht man nach Barfuss? ...warum?

Kartoffelaugen (sage und schreibe 7 Menschen sind durch Kartoffelaugen hierher gelangt)
Kartoffelaugen? Was will man mit Kartoffelaugen?

Gesehen auf der Toilette meiner Uni


Freitag, 16. Dezember 2011

Mein bester Freund

Ich wohne in einem Pappkarton, mit Nachbarn, dessen alltägliche Redelautstärke bei Normalsterblichen als Schreien definiert wird.

Zitat Mutter zu Kind: "Wenn du die Heizung noch einmal anlässt, mach ich sie wieder kaputt"

Zitat Kind zur Mutter: "Ich zieh aus und wohn auf der Straße"

Zitat Mutter zu Kind: "Du sollst deinen Bruder nicht würgen, wenn der nur 50% Sauerstoff bekommt, dann ist das eindeutig zu wenig"

Dazwischen wir, 3 im-Herzen-Hamburger und Umstandslüneburger, die zwar aus der Heimat auch viel gewohnt sind, doch tägliches Schreien kann eine zermürbende Wirkung auf die Nerven haben.

Dazu kommen noch die Hausarbeitenexzerpteessaysreferatebibliografienvorlesungsvorundnachbereitungenbüchertexteundnochganzvielwasichjetztvergessenhabe,
all die schönen Dinge, die ein Studium so mit sich bringt, die bearbeitet, geschrieben, gelesen werden möchten. Und Schlaf ist natürlich auch ein wertvolles Gut.

Abhilfe schafft mein neuer bester Freund

Gesehen im Lessingtunnel

Mittwoch, 27. Juli 2011

Danke!

Liebe Fee!


 Nein, ich sitze nicht oft auf Parkbänken und weine. Vielleicht mag es dir jetzt so vorkommen, da du mich zweimal weinend auf Parkbänken angetroffen hast. Zweimal von den fünf Malen, die wir uns sahen, saß ich auf einer Bank und zerging vor Kummer. So lernten wir uns kennen.
Nein, falsch wir kennen uns nicht, ich weiß kaum etwas von dir und du kaum von mir. Du weißt nicht wie ich heiße, was für Musik ich höre, wie alt ich bin, was ich tue, was ich vorhabe zu tun, aus welcher Gesellschaftsschicht ich stamme, welches Sternzeichen ich bin, wie meine Telefonnummer lautet.
Das alles war irrelevant für dich, es zählte offensichtlich nur, dir meinen Kleinmädchenkummer anzuhören und mir zu zeigen, dass die Welt nicht gegen mich ist..
Ich saß und weinte und du gingst vorbei, sahst mich und hast dich, nachdem du mich fragtest ob es in Ordnung wäre, ohne zu zögern zu mir gesetzt. Obwohl du es eilig hattest.
Ich fragte mich warum du mich ansprachst, denn bezaubernd kann ich nicht ausgesehen haben. Ich seh nicht so elegant aus, wenn ich weine, so elegant, wie die Damen in Hollywood aussehen. Nein ich bin dann nicht glatt und schön, ich habe eine rote Nase und rote Augen.
Aber du hörtest dir einfach an was ich sagte und danach sah alles ein bisschen besser aus.
Wir trafen uns danach zufällig, du scheinst in der Nähe zu wohnen, und du erkanntest mich und fragtest mich wie es mir gehe.

Ich danke dir. Ich danke dir dafür, dass du mir zuhörtest als es mir nicht gut ging. Ich danke dir, dass du es nicht getan hast, um für dich einen Profit herauszuschlagen.  Ich danke dir, dass du mich weder nach meinem Namen, noch nach einer Kontaktmöglichkeit fragtest, das bewies mir, dass dein Interesse nicht meiner Person galt, sondern dem Versuch mir zu helfen. Ich danke dir, dass du mich eines besseren belehrtest, indem du mir zeigtest, dass es Menschen gibt, die so etwas tun. Dafür danke ich dir. Denn...

...Entweder bist du eine gute Fee in Männergestalt, ein Heiliger, oder einfach nur ein unglaublich netter Mensch.

Donnerstag, 7. Juli 2011

Von Polizeilicher Willkür...

Er war schon immer diskutierfreudig gewesen, schreckte nie davor zurück seine Meinung kundzutun, egal ob diese mit Wohlwollen entgegengenommen werden würde oder eben nicht.
Natürlich auch in dieser Nacht, die eigentlich alles andere als noch jung war. Mit seinem beeindruckendem Wortschatz im Gepäck zog er aus, um das Pack da draußen einmal mehr von seinen Ansichten zu überzeugen. Vielleicht hatte er auch ein bisschen viel Bier getrunken.
Mit zwei weiteren Gefährten passierte er die Grenze zur Hamburger Partymeile und fand kurz darauf zwei willige Männchen, welche meinten sich behaupten zu müssen und sich über kurz oder lang auf einen Diskurs einließen.
Die Wortwahl "Opfer" ist hier keine Zufällige, denn diese Rolle wurde schnell unserem redegewandten Protagonisten zuteil, denn als dem einen Alphatierchen nicht gefiel was er hörte schlug dieses kurzerhand zu.
Unser Freund saß überrascht und verstört auf dem Fußboden und durfte mit Verwirrung feststellen, dass der eben noch so forsche junge Mann seine Beine in die Hand nahm und mit seinem Partner das Weite suchte.
Während den Niedergeschlagenen eine heiße Wut ereilte, man muss dazu noch erwähnen, dass er sehr wütend werden kann, wenn er seine Mannesehre angekratzt sieht, entschied der bis jetzt untätig gewesene Partner des Schlagfertigen, er könne seinem Kollegen doch in nichts nachstehen und begab sich auf den Weg zurück um noch einmal nachzulegen.
Zu seinem Pech kann man den Wutanstieg mathematisch als exponentiell bezeichnen und so war die Stimmung, die ihn empfing nicht die beste.
Unser gut bekannter Wütender, hatte sich nämlich wieder in die Senkrechte begeben und war der festen Überzeugung er müsse Gleiches mit Gleichem vergelten.
Doch bevor es dazu kam, ritt die Kavallerie, wie immer zum rechten Zeitpunkt ein.
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Diese bestand in diesem Falle aus 8 Polizisten. Unser Freund, halb erleichtert, halb verärgert in seinem Akt der Vergeltung gestört zu werden, musste mit Bestürzung feststellen, dass er von diesen 8 Polizisten bezichtigt wurde, das angriffslustige Männchen niedergeschlagen zu haben.
Einige Tage später bekam er diese Anschuldigung schriftlich und muss sich jetzt wegen Körperverletzung verantworten.

Die Frage ist an dieser Stelle: Was siegt in diesem Falle?
Die Gerechtigkeit, bestehend aus drei Angetrunkenen Herren?
Oder die Willkür bestehend aus zwei feigen Männchen nebst 8 Polizisten?
Leider ist diese Frage nur eine rhetorische.

Montag, 4. Juli 2011

Bikram Yoga

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90 Minuten Yoga bei 40 Grad und 40 Prozent Luftfeuchtigkeit klingt verrückt und ein bisschen
Lebensmüde... Ist es auch...
Aber verdammt cool.
Während man 90 Minuten lang das Gefühl hat man stirbt (Wirklich, ich hatte noch nie so dringend das Bedürfnis zu flüchten und gleichzeitig das Gefühl, dass wenn ich diesem Fluchtreflex nachgebe, ich mich schwarz ärgere) fühlt man sich danach so lebendig wie selten. Man hat das Gefühl, der ganze Körper, der ganze Geist ist gereinigt. Ich weiß, das klingt jetzt nach "ich zünde ein Räucherstäbchen an und bin ach so eins mit mir und der Welt" aber wer das nicht gefühlt hat, kann sich das nicht vorstellen.
Leider ist es sauteuer und als arme zukünftige Studentin kann man sich das nicht leisten....
Naja ich werde jetzt erstmal meine Probestunden machen und darauf hoffen, dass ich einen reichen Mann heirate, oder alternativ selber viel Geld verdiene.

Fazit: Noch nie so viel geschwitzt.... Man tropft!
Ps: Natürlich sieht das bei mir nicht so elegant aus wie auf dem Foto, ich kipp bei den Gleichgewichtsübungen immer um....