Donnerstag, 20. Oktober 2011

Mittwochsloch

Gesehen im Waagenbau
Nach Hamburg fahren und feiern gehen, Mittwochabend, und dann meckern das nichts los ist -"Ich dachte ich bin in einer Großstadt", das haben wir gerne. Ich beuge mich zu ihm rüber, nicke verständnisvoll und erkläre dann ganz langsam, dass es sogar in der Großstadt Menschen gibt, die am nächsten Tag arbeiten müssen. Natürlich ist das ein Schock für den Bielefelder Schnöselmenschen, der erstmal verdaut werden muss und kaum ist das getan, verlangt er plärrend, dass wir zwei Eingeborenen ihm dann doch mal bitte zeigen sollen wo Mittwochsabends etwas los ist... um zwanzignachzwölf...
Freundin und ich, angefixt durch den Apell an unsere Eingeborenenehre, schnappen uns den plärrenden Bielefelder samt Münchnernochschnöseliger Freund. Wir zaubern den Plan einer Stadtführung, mit dem Ziel eine geeignete Party zu finden aus unserem imaginären Zylinder, ohne natürlich die Ästhetik der Mittwochnächtlichen Stadt aus den Augen lassen zu wollen.
"Wo solls denn hingehen?" "Erstmal durch die Schanze richtung Hamburger Berg" "Wie weit ist das denn?" "Ach, das dauert nicht lang, 20 Minuten zu Fuß".
Diese Aussage hat zur Folge, dass der Münchner zum ersten Mal seine Nase aus seinem Iphone zieht und uns schockiert ansieht, dann senkt er diese wieder hinein und wühlt hektischen Fingers und irren Blickes nach einem Taxi.
Wer hat der hat, denken wir uns und überreden den Münchner seinen Taxiplan auf einen späteren, unbestimmten Zeitpunkt zu verlegen und ersteinmal die Mittwochabendliche Ästhetik Hamburgs mit uns zu erleben.
20 Jammerige Minuten später erreichen wir den Berg. Und wie wird man nölige Schnösel los? Ab ins Injection (dort geht man nur hinein, wenn man immun gegen Tripper, fremden Schweiß und sonstige Ekligkeiten ist). Und tschüss ihr zwei, viel Spaß.

Die Moral von der Geschicht: Nimm unbedingt herrenlose Kerle mit... Nicht!

Samstag, 8. Oktober 2011

Aerodice

Von 9:00-18:00 im Vorlesungsraum sitzen und überaus spannenden Geschichten lauschen, kann anstrengend sein, Hörsaalstühle sind nicht unbedingt bequem.
Eine willkommene Ablenkung sind da natürlich zwei frische Gesichter, die in den Hörsaal hopsen und organische Beats zum besten geben.
Aerodice nennen sie sich und dazu gehören Marius Beyer a.k.a. MeaRoa (Didgeridoos und Maultrommel) und Marten Würfel (HumanBeatbox und Mundharmonika). Jeder für sich ist schon interessant anzuhören aber erst zusammen klingt es richtig einzigartig.
Leider wurden sie nicht besonders sanft und zu meinem und dem Ärger meiner Komilitonen abgewürgt, denn wir hätten keine Zeit, wir müssten Fortfahren uns zum fünften mal die Anmeldung in das Universitätsnetz anzuschauen, damit es auch die größten Bratzen verstehen.
Nunja soweit so gut. Es ist möglich Aerodice im Internet zu finden, leider erfährt man nicht so viel über Marius und Marten als Personen. Auf ihrer  Myspace-Seite findet man nur folgenden Text, der als Beschreibung von Aerodice, als Projekt an sich, dient (man kann ihn leider nicht lesen, so alternativ und unkommerziell ist er, deswegen hier nochmal auf deutsch und unkonfus):

Aerodice bestehend aus Marius Beyer (Didgeridoos) und Marten Würfel (HumanBeatBox).
AERODICE macht Organic Beats. Live. Hier ist alles echt. Biologisch angebaut und 100%ig frei von Gentechnik.
Der Sound ist nachhaltig klubklimaaktiv und garantiert kein Digitalkäse. Die Jungs schaffen aus perkussiv gespielten Didgeridoos und einer derbe vielseitigen HumanBeatBox eine musikalische Kulturfusion, die kein Tanzbein ruhig stehen und keinen Hintern auf..m Hocker läßt.

In diesem Sinne:

"WE CAN T GET NO ELECTRISFACTION,
WE JUST NEED MORE ORGANIC ACTION!"

Auch bei Facebook sind sie aktiv dazu geht es hier lang.

Und da ich leider nicht so viele Einzelheiten erzählen kann, hier nochmal für den, der sich selber überzeugen möchte.

Soo long....

Mittwoch, 28. September 2011

Freitag, 16. September 2011

Herbstanfang

Bald ist Herbstanfang. Es fühlt sich an, als würde man einen Gast verabschieden, der nie zu der Verabredung aufgetaucht ist, obwohl man mit Liebe für ihn gekocht und gedeckt hat.

Gesehen im Winter 2010 in Altona

Dienstag, 13. September 2011

Diy-Tutorial: Drehtabaktäschchen

Mein Lieblingsmensch raucht. Eine blöde Angewohnheit wie ich finde, aber jeder Mensch hat ja so seine Mucken und Macken. Weil er zudem noch armer Student ist, dreht er die bösen Glimmstängel selber.
Dazu braucht man jede Menge Equipment und MINDESTENS eines wird immer Zuhause vergessen. (Vierter Stock, Treppe runter, "ahh ich hab die Blättchen vergessen")
Dem habe ich versucht entgegenzuwirken, denn Zeit ist ja bekanntlich knapp bemessen. Ich habe ein kleines Etui genäht, in dem das ganze Zubehör Platz findet und habe somit die Chance auf erneutes Treppehochrennen um ein vielfaches verringert (jetzt kann er nämlich nur noch ein Teil vergessen)

Schritt 1

Schnittmuster vorzeichnen. Meines hat die Maße 20cm x 23 cm, dies habe ich in der Länge noch unterteilt in Tabakfach (11,5cm) und darauf ein Blättchen-und Feuerzeugfach (8cm). auf der anderen Seite gibt es ein Fach für Filter (9,5cm) dazwischen habe ich 2cm Platz gelassen.


Schritt 2

Stoff ausschneiden. Für außen habe ich Blauen Cord genommen, das Innere wird ein schöner fester Stoff von Ikea zieren. Das große Teil wird zweimal ausgeschnitten, einmal für außen, einmal aus dem Futter. Dann die kleinen Täschchen ausschneiden.


Schritt 3

Wenn gewünscht, Außenschmuck anbringen. Ich habe ein Bändche mit der Hamburger Skyline benutzt, um den blauen Cordstoff ein bisschen attraktiver zu gestalten.



Schritt 4

Blättchentasche in drei Abschnitte unterteilen, oben einmal abknicken,damit der Stoff nicht ausfranst und in diesen drei Abschnitten auf der Tabaktasche festnähen.


Schritt 5

Den Rand der Tabaktasche und der Filtertasche abknicken. Ich habe den Rand mit einem Weißen Schrägband "versiegelt", damit da gar nichts mehr schiefgehen kann.


Schritt 6

Taschen auf dem Innenfutter befestigen, Ränder gegebenenfalls einknicken und mit einem großen Zickzackstich Innenfutter und Außenstoff aneinandernähen. (mehrmals drübernähen)



Schritt 6a

Gummischlaufe hinten mittig zwischen Außenstoff und Innenfutter stecken und mit einem kleinen Zickzackstich befestigen


Schritt 7

Schönen Knopf aussuchen und auf der richtigen Höhe befestigen, sodass man das Etui mit der Gummischlaufe verschließen kann.





 
Schritt 8
Auffüllen und fertig =)