Ich werde alt.... Generell merkt man das daran, wenn gestern noch März war, morgen aber schon Weihnachten ist. Und dann ist auch schon wieder das neue Jahr und was ist 2012 passiert? Irgendwie herrlich wenig, doch trotzdem war ich die ganze Zeit beschäftigt. Das war zwar im Kindergarten ähnlich, doch da hats immer ewig gedauert, von einem Geburtstag bis zum nächsten.
Und während ich Fältchen beklage und schon fast Altersvorsorgen abschließe (wenn ich groß bin, will ich auch mal Spießer werden), rennt das Jahr gnadenlos weiter, überholt mich winkend und tritt mir in regelmäßigen Abständen in die Hacken.
Und morgen sitze ich mit meinem Fensterbankkissen am Fenster und werfe meine Katzen nach den Kindern, die (natürlich zu laut) im Hof spielen. Das wird ein Spaß.
Aber so weit wollte ich noch gar nicht in die Zukunft. Eigentlich war der Plan: nur ein bisschen vorfreudig ins Jahr 2013 gucken.
Die Handmade Kultur hat nämlich vor einiger Zeit zur fröhlichen Kalenderkreativelei aufgerufen, jeder der mag, gestalte ein Kalenderblatt.
Ich wurde zur Miss Dezember gekürt (ooooh und aaaaah).
Wer sich gerne so ein Prachtteil in sein Wohnzimmer hängen würde um den voraussichtlich olympiareifen Run des nächsten Jahres angemessen zu dokumentieren, der hinterlasse mir einen Kommentar in dem er mir erzählt worauf er sich ím Hinblick auf 2013 schon besonders freut. Ob Leser oder nicht ist mir dabei völlig Wurst, alle Menschen sind gleichwertig und so.
Ich verlose drei Kalender, Stichtag ist der 1. Dezember. Das Los entscheidet. Wer kein Vertrauen in sein Glück hat, oder gerne zwei oder drei hätte, der hat auch die Möglichkeit sich hier einen zu bestellen.
Samstag, 10. November 2012
Dienstag, 6. November 2012
Erstens kommt es anders.....
Den ganzen Tag redet man davon, dass man Abends unbedingt tanzen gehen möchte, sucht sich Veranstaltungen heraus, setzt sich hin, um nochmal eine Mate zu trinken, in Berlin tauchen coole Leute ja erst spät, oder fast wieder früh auf. Und dann sitzt man da. Und trinkt eine Mate. Und einen Glühwein. Und die Freundin vom Mitbewohner vom Äffchen strickt. Und es ist gemütlich. Und dann strickt der Mitbewohner auch. Mit Knicklichtern. Und dann ist da die Kamera. Und dann kommt die Erkenntnis, dass man mit einer Kamera, einem Stativ, einem Feuerzeug, einer Taschenlampe, Knicklichtern und langer Belichtungszeit viel Spaß haben kann.
Und dann kam der Kreativitätsschub. So kann man seinen Samstagabend auch verbringen.
Und dann kam der Kreativitätsschub. So kann man seinen Samstagabend auch verbringen.
Donnerstag, 18. Oktober 2012
Ikea Hack Tutorial
Und jeder zweite hat Moppe zuhause. Für Wachsmalstifte, Schrauben, Nähgarn, Murmeln und ähnlichen Kleinkram diente er als Herberge bei mir. Aber so ein unhübsches Möbelstück....
Eine alternative Verstaumethode für meinen Kruschlkram wäre dann ein kleines weißes Schränkchen gewesen, welches aber mion Euronen in einem mittelteuren Designladen gekostet hätte.
Zum Glück kann das Äffchen handwerkern. Und mir mein eigenes Designerteil sägen.
Was man dafür braucht:
Moppe
eine Stichsäge
Leim
Schleifpapier
Lack
Sechs verschiedene Schubladenknäufe
Und so gehts:
Schritt 1
Mit Bleistift anzeichnen wo man langsägen möchte. Der hintere Teil mit der Rückwand bleibt stehen. Mein Schränkchen ist 11cm.
Schritt 2
Sägen. Dabei beachten dass das Sägeblatt der Stichsäge nicht an die einzelnen Etagen anstößt und abbricht.
Schritt 3
Schritt 3a
Um für ein bisschen für Abwechslung zu sorgen (Moppes Schubladen sind ja alle gleichgroß), hat mir das Äffchen eine Schublade Quer gestellt und mit der anderen die entstandene Lücke gefüllt. Also habe ich nun eine Minischublade (Foto rechts, die ganz obere) und eine breite Schublade (Foto rechts, unten)
Schritt 4
Alle Ecken und Kanten abschleifen und Leimreste entfernen.
Schritt 5
Kanten mit Klebeband abkleben und Schränkchen lackieren.
Von Außen ist mein Schränkchen cremeweiß lackiert, von innen Mahagoni.
Schritt 6
Kleine löcher in die Schubladen (die Seite ohne Reingreif-Kuhle) vorbohren und Knäufe anbringen.
Schritt 6a
Optional:
Hinten Ösen anbringen um das Schränkchen an die Wand zu hängen.
Fertig.
Donnerstag, 11. Oktober 2012
Wissenschaft, die Wissen schafft
Die Qual ist vorüber, 5 Hausarbeiten sind geschrieben, erholt habe ich mich auch aus meiner lethargischen Phase die folgte. Aber eine Frage stellt sich mir: Warum müssen wissenschaftliche Texte so wissenschaftlich geschrieben sein?
Ich verstehe ja die Absicht dahinter: Man ist nicht umsonst Wissenschaftler, hat sich nicht umsonst durch etliche Studien und andere wissenschaftliche Texte gequält, man ist also verdammt eloquent. Und man möchte im Bunde der anderen Wissenschaftler nicht auffallen, indem man einen Mangel an eben dieser Eloquenz vorweist.
Eine Freundin hat es folgendermaßen ausgedrückt: Man fühlt sich geil. Um diese unübertreffliche Geilheit zu behalten, muss man so schreiben, dass der Pöbel einen weder versteht, noch widerlegen kann, weil sonst wär man nicht mehr so geil. Und dann schreibt man eben so, dass fast keiner die Chance hat diese Texte zu verstehen.
Aber widerspricht das nicht Konfuzius, der forderte: "Bildung soll für alle zugänglich sein"?
Wie denn, soll sich jemand selbstständig weiterbilden, der nicht die Chance hat solche Texte zu verstehen? Wie denn soll die Bildung für alle zugänglich sein, wenn sie zwar in der Praxis zugänglich ist, nicht aber in der Theorie? Bildung den Gebildeten?
Mein allerliebstes Beispiel kommt von Judith Butler, mit der ich die Ehre hatte mich Hausarbeitentechnisch zu befassen (danke auch).
Die hat verdientermaßen den Preis für schlechtestes Schreiben bekommen:
"The move from a structuralist account in which capital is understood to structure social relations in relatively homologous ways to a view of hegemony in which power relations are subject to repetition, convergence, and rearticulation brought the question of temporality into the thinking of structure, and marked a shift from a form of Althusserian theory that takes structural totalities as theoretical objects to one in which the insights into the contingent possibility of structure inaugurate a renewed conception of hegemony as bound up with the contingent sites and strategies of the rearticulation of power."
Auf Deutsch: Ganz so leicht, wie sich die Marxisten die Welt erklären, ist sie nicht.
(Quelle)
Ich plädiere für eine besser verständliche Wissenschaft und ein somit gewährtes angenehmeres StudierenSchrägstrichHausarbeitenschreiben. Darauf nen Toast. Und nen Tee!
Ich verstehe ja die Absicht dahinter: Man ist nicht umsonst Wissenschaftler, hat sich nicht umsonst durch etliche Studien und andere wissenschaftliche Texte gequält, man ist also verdammt eloquent. Und man möchte im Bunde der anderen Wissenschaftler nicht auffallen, indem man einen Mangel an eben dieser Eloquenz vorweist.
Eine Freundin hat es folgendermaßen ausgedrückt: Man fühlt sich geil. Um diese unübertreffliche Geilheit zu behalten, muss man so schreiben, dass der Pöbel einen weder versteht, noch widerlegen kann, weil sonst wär man nicht mehr so geil. Und dann schreibt man eben so, dass fast keiner die Chance hat diese Texte zu verstehen.
Aber widerspricht das nicht Konfuzius, der forderte: "Bildung soll für alle zugänglich sein"?
Wie denn, soll sich jemand selbstständig weiterbilden, der nicht die Chance hat solche Texte zu verstehen? Wie denn soll die Bildung für alle zugänglich sein, wenn sie zwar in der Praxis zugänglich ist, nicht aber in der Theorie? Bildung den Gebildeten?
Mein allerliebstes Beispiel kommt von Judith Butler, mit der ich die Ehre hatte mich Hausarbeitentechnisch zu befassen (danke auch).
Die hat verdientermaßen den Preis für schlechtestes Schreiben bekommen:
"The move from a structuralist account in which capital is understood to structure social relations in relatively homologous ways to a view of hegemony in which power relations are subject to repetition, convergence, and rearticulation brought the question of temporality into the thinking of structure, and marked a shift from a form of Althusserian theory that takes structural totalities as theoretical objects to one in which the insights into the contingent possibility of structure inaugurate a renewed conception of hegemony as bound up with the contingent sites and strategies of the rearticulation of power."
Auf Deutsch: Ganz so leicht, wie sich die Marxisten die Welt erklären, ist sie nicht.
(Quelle)
Ich plädiere für eine besser verständliche Wissenschaft und ein somit gewährtes angenehmeres StudierenSchrägstrichHausarbeitenschreiben. Darauf nen Toast. Und nen Tee!
Mittwoch, 26. September 2012
Wendeponcho Tutorial
Holland ist nicht nur für seine Coffeeshops berüchtigt (in denen es die Betreiber sehr überfordert, wenn man tatsächlich einen Kaffee trinken möchte, wie wir feststellen mussten), mir wurde außerdem wärmstens ans Herz gelegt ein halbes Vermögen mitzunehmen um es in Stoff und Zubehör zu investieren. Ich rede von textilem Stoff, nichts, wofür die Polizei einen behelligen dürfte. Bestimmt nicht die schlechteste Geldanlage in Zeiten wo das Wort Rettungsschirm voraussichtlich zum Wort des Jahres gekürt wird.Und da jetzt der Winter kommt, ist vielleicht die Anlage in Wollstoffe doppeltmalsopraktisch.
Die liebe Liebe war im Urlaub stets in Begleitung eines Wollumwicklers gegen die Kälte, den ich mir morgens auf dem Weg zum Campingplatzhäuschen ausleihen durfte. Einen solcher Art fand ich in einem Secondhandshop, der Kauf dessen wurde allerdings vom Äffchen tatkräftig vereitelt, weil hässlich. Weil ich aber einen haben wollte, musste ich also selber ran, ist sowieso viel besser - Mit Kapuze!
Das besondere daran: Man hat quasi zwei-in-eins. Das Ding ist wendebar. Wunderbar. Hat man nen bunten Tag, trägt man bunt außen, muss man doch nochmal was amtliches erledigen, einfach wenden.
Achtung: Das Schnittmuster und die Anleitung findet ihr jetzt hier
Und hier gehts zu einer Übersicht von Werken nähwütiger Damen beim heutigen MeMadeMittwoch.
Die liebe Liebe war im Urlaub stets in Begleitung eines Wollumwicklers gegen die Kälte, den ich mir morgens auf dem Weg zum Campingplatzhäuschen ausleihen durfte. Einen solcher Art fand ich in einem Secondhandshop, der Kauf dessen wurde allerdings vom Äffchen tatkräftig vereitelt, weil hässlich. Weil ich aber einen haben wollte, musste ich also selber ran, ist sowieso viel besser - Mit Kapuze!
Das besondere daran: Man hat quasi zwei-in-eins. Das Ding ist wendebar. Wunderbar. Hat man nen bunten Tag, trägt man bunt außen, muss man doch nochmal was amtliches erledigen, einfach wenden.
Achtung: Das Schnittmuster und die Anleitung findet ihr jetzt hier
Und hier gehts zu einer Übersicht von Werken nähwütiger Damen beim heutigen MeMadeMittwoch.
Samstag, 22. September 2012
Stadturlauberei
Aus einer Stadt in eine andere zu fahren, ist oberflächlich betrachtet vielleicht nicht die beste Urlaubsstrategie. Aber sich ein paar wundervolle Menschen zu schnappen, in die große rote Feuerwehr zu steigen und gen Amsterdam zu reisen war absolut keine schlechte Entscheidung.
Wir sind keine strukturierten Stadturlauber, die von Wahrzeichen zu Wahrzeichen hasten, um viele Fotos eben dieser mit nach Hause zu bringen und in einer mäßig interessanten und durchschnittlich-spießigen Powerpoint-Präsentation der Familie vorzuführen.

Wir sind zufällig-Entdeckende, mit alternativen Zielen, stets in der Hoffnung auf dem Weg interessante Schönigkeiten zu entdecken. Der Zufall darf es richten, denn das tut er meistens.
Im Kampf gegen den Campingplatz-Touri-Stempel, gegen wasserfallartigen Regen, der durch die plötzlich kaputte Dichtung ins "Schlafzimmer" dringt, gegen teure Parkplätze und das Nichtvorhandensein unbesiedelter Waldstücke fanden wir doch ein wenig restsommerliche Erholung.
Wir sind zufällig-Entdeckende, mit alternativen Zielen, stets in der Hoffnung auf dem Weg interessante Schönigkeiten zu entdecken. Der Zufall darf es richten, denn das tut er meistens.
Im Kampf gegen den Campingplatz-Touri-Stempel, gegen wasserfallartigen Regen, der durch die plötzlich kaputte Dichtung ins "Schlafzimmer" dringt, gegen teure Parkplätze und das Nichtvorhandensein unbesiedelter Waldstücke fanden wir doch ein wenig restsommerliche Erholung.
Donnerstag, 6. September 2012
Buschfunk
Wie man vielleicht sehen kann, darf ich mich jetzt Bastelwunder nennen. Ruhm und Ehre und ein unglaublich lieber, netter Text über mein Blog, worüber ich mir ein Loch in den Bauch gefreut habe.
Desweiteren gibt es eine ganz spannende, internationale Kooperation, zu der ich erst etwas sage, wenn da wirklich was steht, was man sich angucken kann. On verra bien ! (Ich hoffe das war richtig)
Drittens geht es morgen in einem großen roten Feuerwehrauto unter anderem mit dem Äffchen und der lieben Lieben nach Amsterdam und Achtung Zweideutigkeit: Ich werde zur Konsumentin holländischen Stoffes, da mir gesagt wurde, dass dieser qualitativ hochwertig ist und günstig noch dazu.
Zwei Wochen habe ich Zeit um meinen rauchenden Kopf zu löschen, danach geht es hier ein bisschen weniger ruhig weiter, als in letzter Zeit.
Ich verabschiede mich.
P.S.: Es gibt keine sich automatisch veröffentlichenden Texte. Ich bin nämlich faul! So!
Desweiteren gibt es eine ganz spannende, internationale Kooperation, zu der ich erst etwas sage, wenn da wirklich was steht, was man sich angucken kann. On verra bien ! (Ich hoffe das war richtig)
Drittens geht es morgen in einem großen roten Feuerwehrauto unter anderem mit dem Äffchen und der lieben Lieben nach Amsterdam und Achtung Zweideutigkeit: Ich werde zur Konsumentin holländischen Stoffes, da mir gesagt wurde, dass dieser qualitativ hochwertig ist und günstig noch dazu.
Zwei Wochen habe ich Zeit um meinen rauchenden Kopf zu löschen, danach geht es hier ein bisschen weniger ruhig weiter, als in letzter Zeit.
Ich verabschiede mich.
P.S.: Es gibt keine sich automatisch veröffentlichenden Texte. Ich bin nämlich faul! So!
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