Samstag, 18. August 2012

Gameboyhandtasche Tutorial

Ich hatte nie einen. Nie. Ich war ein Antitechnikkind, mit  Holzsspielzeug und einer pädagogischen schwarzen Puppe. Bis ich das Ding in den tiefen irgendeiner Schublade fand, hätte ich nicht gedacht, dass so etwas in unserem Haushalt existiert. Tut es doch. Als meine Mama mit mir schwanger war, war er im Einsatz. Tetris Rekorde wurden gebrochen. Tagtäglich.



Und weil er so Retro ist, konnte ich ihn nicht wegschmeißen und fand ihn vor ein paar Tagen beim aufräumen wieder.
Eine Tasche ist es geworden. Praktischfaktor niedrig, Stylefaktor hoch. Perfekt zum mal-mit-wenig-kram-dabei-tanzen-gehen.



Was man dafür braucht:

Einen alten Gameboy (die neuen sind doof, die sind nämlich flacher)
schraubendreher
eine alte Stöpselkette
Ringschrauben
Bei Nerdbedarf einen Usb-Stick
Sekundenkleber oder Dreikomponentenkleber
Stoff oder Filz
Eine Kerze
Ein altes Messer

Schritt 1
Die Schrauben finden und herausdrehen (und aufbewahren). Gameboy ausschlachten, allerdings die Tasten und den Bildschirm behalten und wieder einkleben.

Schritt 2
Stoff von innen über die Tasten kleben, sieht netter aus.
Die Büchse für die Batterien rausnehmen. Ich habe dafür ein Messer über einer Kerze erhitzt und nach und nach das Plastik "rausgebrannt". Nicht schön aber effektiv. Wer eine elegantere Methode kennt, der melde sich bittegerne.

Schritt 3
Wenn man will, kann man die Lücke, wo früher ein Anschluss drin war für einen USB-Stick nutzen. (Einen USB-Stick kann man nämlich immer gebrauchen) Diesen aufmachen, das innere + Stecker rausnehmen, mit Zweikomponentenkleber festkleben und mit Klebeband sichern.

Schritt 4
Gameboy wieder zusammenbauen und die Schrauben wieder reindrehen. Wenn man möchte, dann die Ränder mit Kleber sichern.

Schritt 5
Ringschrauben von oben reindrehen, Stöpselkette (oder was man halt grad so da hat) ranhängen.

Schritt 6
Bei mir passt Geld, eine Bankkarte, ein Führerschein und ein Schlüssel rein. Was braucht Frau mehr...



Samstag, 11. August 2012

Haarkultur

Ich wasche meine Haare einmal die Woche.Sie fetten einfach nicht mehr.
Haare sind eine unglaublich langweilige Angelegenheit. Fast so wie Nägel. Irgendwie wachsen sie halt so gut wie ungebremst aus dem Körper und dann wollen sie auch noch gepflegt werden.



Gekämmt, frisiert, gewaschen. Und genau da liegt mein Problem. Ich habe absolut keine Lust mich mehr als nötig mit meinen Haaren zu beschäftigen. (Es ist schon zu viel, dass ich jetzt einen Beautypost a la "ich hab die Haare schön" erstelle)
Ich habe keine Lust sie jeden Tag zu waschen.
Ich habe aber auch keine Lust ungepflegt auszusehen.

Als ich als Halbhippie aus Gomera wiederkam, hatte ich ein Stück Haarseife oder Haarwaschseife im Gepäck.
Dort sahen wir keine Möglichkeit mit Chemiebomben die Natur zu verunreinigen ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen, also war so eine Haarseife eine akzeptable Alternative. Natur zu Natur und so. Kreislauf und so.
Tod dem Shampoo mit seinen fiesen Silikonen.



So ein Stück Haarseife (2%-4% Überfettung) sieht aus wie ganz normale Seife, ist nur ein bisschen weniger überfettet als normale Seifen (5%-15% Überfettung). Der Überfettungsgrad gibt an zu wie viel Prozent die Seife aus Ölen besteht, sie bezeichnet also den unseifigen Teil.
Man wäscht sich die Haare ganz normal, nur eben mit dem Stück Seife. Entweder rubbelt man sich das so über den Kopf, so mach ich das und sorge damit in der Yogadusche für pikierte und  befremdete Blicke, oder man schäumt es in den Händen auf und verteilt die Seife in den Haaren. Ich wasche immer zweimal, so gehe ich sicher, dass sie wirklich sauber sind.
Danach empfielt es sich, die Haare einmal eiskalt auszuwaschen, und/oder eine Essig- oder Zitronenrinse zu machen (als natürliche "Spülung") um die Schuppenschicht zu schließen.
Eine sogenannte Rinse besteht aus Wasser und Essig/Zitrone. Die Menge muss jeder für sich selber rausfinden. Am besten fängt man mit zwei Esslöffeln Essig/Zitrone auf einem Liter Wasser an.



Viele Haare brauchen eine Weile um sich an die Seife zu gewöhnen. Da ich auf Gomera war, war es für mich nicht so schlimm. Zwei Wochen fettige Haare ist überlebbar. (Aber niemand durfte sie anfassen) Die Phase dauert so ca 2-3 Wochen. In der Zeit fühlen sich die Haare absolut ekelig an. Klebrig, fettig und überhaupt nicht gesund.
Manche Menschen kommen sofort mit der Seife klar, andere nie. Das ist von Haar zu Haar unterschiedich.

Soviel zu meinem Beautypost. Der erste und einzige.



Achso und warum das ganze?

- Weil Natur. Kein Shampoo, keine Silikone
- Weil nicht mehr so viel Müll
- Weil nur noch einmal die Woche Haarewaschen
- Weil mehr Volumen
- Weil gefühlt gesündere Haare

Was spricht dagegen?

- Die Eingewöhnungszeit
- Die Aufwändige Beschaffung übers Internet
- Zieht Haarfarbe heraus (Auf dem Foto sieht man meine wunderbar vor zwei Wochen gefärbten Mahagonihaare.... Nicht!)

Falls jemand Kleiderkreiselaktiv ist und interessiert, dann gehts hier zu Erfahrungsberichten und ausführlicheren Tipps

Mittwoch, 25. Juli 2012

Von Sümpfen und Gewinnspielergebnissen

Sumpf. So nennt sich ein schlammiges, blubberndes, leicht gammelig riechendes Feuchtgebiet, was dich nicht mehr loslässt, sobald es dich einmal hat. Und es hat mich. Es nennt sich Universität und Hausarbeiten schreiben. Deswegen habe ich auch die Auslosung des Gewinnspiels vergessen, an dieser Stelle Asche auf mein Haupt.
Aber jetzt habe ich meine erste und einzige Klausur geschrieben und habe vorläufig wieder einen Kopf für Auslosungen jeglicher Art. Hier also die Gewinner: Der Vogelbeutel geht an Hazel-Dazel und der Fischbeutel geht an Pattydoo. (Bitte schreibt mir eine E-Mail mit euren Adressen, ihr habt beide leider keine Kontaktmöglichkeiten dagelassen)


Es ist mir eine Freude euch eine Freude zu machen und vorallem war es mir eine Freude zu sehen, wie viele gerne einen gehabt hätten. Vielen Dank an alle die mitgemacht haben. Ich tauch dann mal wieder ab.

Freitag, 20. Juli 2012

Flaschenkerzen Tutorial

Alles Glasspalterei, dachte ich mir als ich diese Anleitung fand. Glas ist ein super Material, aber wenn man nicht gerade einen Glasschneider zuhause rumfliegen hat, ist es ziemlich schwierig damit zu arbeiten. Sicher, man kann was schönes reinätzen (wenn man denn mal Glasätzcreme findet, ich zum Beispiel nicht, also wer nen Tipp hat, immer her damit) oder es bemalen oder Kaputt machen und Mosaiksachen draus legen. Aber damit hätte sich dann das Repertoire auch ausgeschöpft. Aber nun gibts ja eine wunderbare Alternative, wie man mit Glasflaschen spielen kann.




Was man dafür braucht:
Eine Glasflasche
Einen Streifen Stoff
Nagellackentferner
Streichhölzer
Einen Eimer
Wasser
Eiswürfel   
Schleifpapier                                                                


Schritt 1:

Man stelle einen Eimer Wasser mit Eiswürfeln darin bereit. Das Wasser sollte so kalt wie möglich sein.
Dann wickle man den Stoffstreifen um die Glasflasche und beträufle diesen mit Nagellackentferner.

Schritt 2
Anzünden und langsam drehen. Kurz bevor das feuerchen ausgeht in das Eiswasser halten. Dann knackt es einmal und der Teil unter dem Stoffstreifen löst sich von der Flasche.

Schritt 3
Die Kanten ganz dringend abschleifen, sonst schneidet man sich (Ja, ich spreche aus Töffeliger erfahrung) Ich hab 120er Schleifpapier genommen, damit ging das ganz gut.

Schritt 4
Kerzen drunterstellen, anzünden, Winter abwarten.



Variante

Eigentlich sollen da ja glatte Schnittstellen rauskommen. Ich bin da irgendwie nicht so bewandert, aber das Äffchen viel mehr. Deswegen gibt es jetzt die Hängevariante von ihm und seinen Mitbewohnern für den Balkon

Man sieht: schöne, Glatte Schnittflächen
Man braucht:
Eine unten offene Flasche
Draht


Schritt 1
Man fädle den Draht in die Flasche und forme unten einen Halter für das Teelicht. Auf jeden Fall muss oben auch mindestens eine Kurve drin sein, damit die Flasche gehalten wird und nicht runterrutscht. Dann einen Haken formen und aufhängen.

Wenn die Schnittflächen glatt sind und das Flaschenpapier ab ist, kanns sehr elegant wirken, wenn an der Schnittfläche Sprünge sind und/oder noch Papier dranhängt, siehts ein bisschen trashig aus.



Sonntag, 15. Juli 2012

Endlich schön - Schuh Restyle Tutorial

Ich habe ein Paar graue Turnschuhe bekommen, wemanders drückten sie, mir passten sie. Aber es waren eben irgendwelche grauen Turnschuhe...


Und jetzt sind es meine nicht-mehr-grauen Turnschuhe.
Wenn sich der graue Himmel nicht vertreiben lässt, muss man woanders für Farbe sorgen, oder so... Platt ausgedrückt.



Was man dafür braucht:

Schuhe
Textilkleber
Stoff
Skalpell
Kordel

Schritt 1
Man schneide ungefähre Stücke zu, dass man nicht so einen riesigen Stoffwust, sondern kleine Stücke hat und sie auf jeden Fall die zu beklebenden Stellen abdecken.

Schritt 2
Man bestreiche die zu beklebenden Stellen großzügig mit Textilkleber und drücke die Stoffteile darauf. Dann streiche man sie glatt.


Schritt 3
Man fahre an den Rändern der Schuhe (die lassen sich ziemlich gut durch den Stoff erfühlen) mit dem Skalpell (sollte ziemlich scharf sein, am besten eine neue Klinge benutzen) entlang und entferne den überflüssigen Stoff. Dann sollte auf die Ränder noch eine extra-Schicht Kleber aufgetragen werden, damit sich der Stoff nicht wieder ablöst oder ausfranst.
Oben an der Lasche habe ich den Stoff umgeschlagen und festgeklebt.

Schritt 4
Kordel reinziehen, Schuhe anziehen, lostoben.




Donnerstag, 12. Juli 2012

Kunstvoll einlochen

Einer hupt, einer schraubt und der dritte steht mit lockeren Knien und festem Griff am Schläger und schielt konzentriert zu seinem Ziel, aka kleine Einbuchtung im Boden. Hat sie sich ausgedacht? Hat sie nicht!
Und nein, das ist auch kein Phänomen welches man (ausschließlich) bei Menschen, welche sich in Psychologischer Betreuung befinden beobachten kann.


Es nennt sich Minigolf. Und nicht dieses, welches man mit verstaubten Urlaubsorten mit einem überdurchschnittlich hohen Wert an Rentnern in Verbindung bringt, welche in besockten Füßen, die in Adiletten stecken von Bahn zu Bahn schlurfen, sondern solches, wo die hippe Berlinerschaft, oder die familiäre Berlinerschaft oder die man-setze-Adjektiv-ein Weltschaft eine mehr oder weniger ruhige Kugel schiebt.


Dass ich vom Rollfeld in Berlin-Tempelhof beeindruckt bin, ist kein Geheimnis und meine Begeisterung stieg mit der Entdeckung dieser Minigolfanlage exponentiell. Das Fandasein, dass ich friste, hat die gute Eigenschaft, dass ich mich in den höchsten Tönen darüber auslassen kann, was ich hiermit durchaus vorhabe.
18 Bahnen gibt es, von 18 unterschiedlichen internationalen Künstlern gestaltet. Dass bei den Desings mehr Augenmerk auf die ästhetische, als auf die praktische Funktion gelegt wurde, wurde mir spätestens klar, als ich vier Kinder beobachten durfte, von denen drei lustig die Schläge zählten (43, 44, 45....) und der vierte frustriert und ziellos auf seinen Ball einschlug. Aber geschenkt... Ganz im Ernst, wer sich auch nur minimal für verrückte nachhaltige Kunst interessiert, dem empfehle ich beizeiten einen Besuch. (Wer ungeschickt ist und nicht so übermäßig strapazierbare Geduldsfäden besitzt, der kann ja nur den Anblick genießen, oder mit interaktiven Eingriffen (Wasserpumpe, Tischfußballspieler, Drehdingenskirchen yey) die Spieler bei Laune halten)


"Das Projekt thematisiert ökologische Zukunftsfragen und unser künftiges Verhalten zur Natur. [...] Verwendet wurden Recyclingstoffe bzw. solche, die recyclingfähig sind. Die Energie wird zum Teil bereits durch Sonne und Wind erzeugt. Bald soll die gesamte Anlage autark durch selbst erzeugte Erneuerbare Energie versorgt werden" (Quelle)
Ist auf jeden Fall ne top Idee, mit top Umsetzung und ziemlich hohem Spaß- sowie Kunstfaktor.



Freitag, 6. Juli 2012

Zeig du mir deins, ich zeig dir meins...

...oder so ähnlich.
"Hey, vooooooooooooll cooler Blog, wollen wir uns gegenseitig verfolgen?"

Gesehen in Ottensen


(P.S.: Man beachte die großartige Kommentarlosigkeit in der ich dies stehen lasse.)
(P.P.S: Und ja, es fiel mir schwer!